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HDMI

Was ist das überhaupt?

HDMI (High Definition Multimedia Interface) ist eine digitale Schnittstelle zur Übertragung von hochauflösenden, digitalen Video- und Audio-Daten. HDMI wurde von der Industrie für den Bereich der privat genutzten Unterhaltungselektronik entwickelt und ist daher im Business-Bereich eher selten anzutreffen, wo vielmehr der Displayport-Anschluss gängig ist. Eine detaillierte Beschreibung aller gängigen Monitor-Anschlüsse gibt es im Artikel: "4 Monitoranschlüsse im Portrait - wer kann was?".

HDMI verbindet Abspielgeräte, wie Tuner und Player mit Wiedergabegeräten, wie Flachbildschirmen, Lautsprechern und Projektoren. In der einfachsten Konstellation verbindet HDMI zuzm Beispiel einen DVD- und Blu-ray-Player mit einem Fernseher.

Stärken vor allem im Home-Entertainment

Der HDMI-Anschluss ist vor allem aus dem Bereich der privat genutzten Unterhaltungselektronik bekannt und bei unseren Business-Geräten nur vereinzelt anzutreffen. Die Abkürzung steht für High Definition Multimedia Interface und ist eine seit März 2002 entwickelte Schnittstelle für digitale Bild- und Tonübertragung. Sie zeichnet sich vor allem durch die höhere Qualität des ausgegebenen Signals sowie den integrierten Kopierschutz (DRM) aus. HDMI wurde bewusst so entworfen, dass es einen deutlich kleineren Stecker als der bisherige DVI-Anschluss hat und somit wertvoller Platz eingespart werden kann. Außerdem sollte es die Funktionen des DVI um die Übertragung von Audiosignalen erweitern.

Hohe Auflösungen und lange Kabel

Ab Version 1.3 spezifiziert HDMI Auflösungen mit 1440p. Monitore mit Auflösungen von 2560×1440 können von entsprechenden Grafikkarten oder On-Board-Grafik-Chipsätzen mit der nativen Auflösung gesteuert werden.

Von der HDMI-Organisation sind bisher maximal zehn Meter lange Kabel vorgesehen. Vereinzelt sind auch Längen bis zu 20 Metern erhältlich, die aber nicht in allen Fällen problemlos funktionieren. Außerdem gibt es spezielle Kabel mit Lichtwellenleitern, die eine Länge bis zu 100 Metern erlauben. Lange Kabel müssen im Allgemeinen bessere Hochfrequenzeigenschaften aufweisen, um eine fehlerfreie Datenrückgewinnung im HDMI-Empfänger zu gewährleisten. Für eine fehlerfreie Übertragung sind die Kabelqualität wie auch die Empfangseigenschaften des HDMI-Empfängers ausschlaggebend. Bei Kabellängen bis zu fünf Metern sind aufgrund der digitalen Übertragung auch minderqualitative Kabel ausreichend. Ab einer Kabellänge von ca. 10 Metern ist mit Übertragungsfehlern zu rechnen, die man durch qualitativ hochwertige Kabel reduzieren kann. Bildrauschen im herkömmlichen Sinn oder Artefakte wie bei der analogen Datenübertragung lassen sich bei HDMI daher generell ausschließen, sofern der HDMI-Transmitter beziehungsweise der HDMI-Receiver die Videodatenauflösung nicht begrenzt.