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Gehäuse

Was ist das überhaupt?

Ein Computergehäuse dient dazu, alle Komponenten eines Computers in sich aufzunehmen, damit diese nicht ungeschützt äußeren Einflüssen (wie Schmutz, Wasser, Elektrizität, Druck etc.) ausgesetzt sind.

Darüber hinaus dient ein Computergehäuse der Abschirmung der Komponenten gegen Einflüsse der Umgebung (Schmutz, Temperatur, etc.) sowie der Kühlung wichtiger Bauteile des Computers, etwa der CPU und der HDD/SSD durch entsprechende Lüfter. Da der Netzteillüfter bei leistungsstärkeren PCs in aller Regel nicht mehr ausreicht, haben viele Gehäuse zudem eine oder mehrere Halterungen zur Installation zusätzlicher Lüfter.

Formfaktoren

Analog zum Mainboard gibt es auch bei den Computergehäusen verschiedene genormte Formfaktoren. Im Consumerbereich sind dabei ATX und auch Micro-ATX üblich. Diese unterscheiden sich hauptsächlich in den darin passenden standardisierten Komponenten wie zum Beispiel Mainboard und Netzteil sowie im Format und der Anordnung optionaler Komponenten wie den optischen Laufwerken. Beim so genannten Low Profile unterscheidet sich die Höhe des Slotkäfigs und der dafür passenden Steckkarten.

Trotz der so genormten Größen der Komponenten unterscheiden sich die Bauformen von Computergehäusen teilweise erheblich von einander. So gibt es beispielsweise große, hochformatige Big/Full-Tower, etwas niedrigere Midi-Tower, flache Desktop-Gehäuse (auch SFF oder USFF genannt), bis hin zur annähernd pizza­schachtel­großen Pizza Box, die heute jedoch hauptsächlich im professionellen Umfeld als Workstation oder Server (meist in 19-Zoll-Rackbauweise) verwendet wird.

Wie klein ein modernes Computergehäuse heutzutage im Extremfall sein kann, kann in unserem Artikel: "Kleinstformat: Der Lenovo M93P Tiny" nachgelesen werden. Der hier vorgestellte - wohlgemerkt: vollwertige - Computer besitzt gerade einmal Außenmaße von 18 x 18 x 3,5 cm.

Ausstattung

In einem PC-Gehäuse gibt es meist mehrere 5¼"-Einschübe auf der Vorderseite für optische Laufwerke, Festplatten (heute nicht mehr in dieser Größe verwendet), Bandlaufwerke u. v. m., sowie einige 3½"-Einschübe, früher für Diskettenlaufwerke, heute für Festplatten etc. Die Bezeichnungen 5¼" und 3½" sind nur abgeleitet von dem jeweiligen Formfaktoren der Medien. Die tatsächliche Breite der Laufwerke und Einschübe liegt darüber.

Auf der Rückseite finden sich Aussparungen für die Anschlüsse aller Arten von Steckkarten, deren Bussysteme (PCI-Express, PCI, AGP, ISA, EISA, VESA Local Bus, Micro Channel (MCA) oder anderen) von der Hauptplatine bereitgestellt wird und ein Fenster, das mit dem zur Hauptplatine gehörenden I/O-Shield verschlossen wird, für die herausgeführten Anschlüsse der Hauptplatine (etwa für den Anschluss von Maus, Tastatur und USB-Geräten) sowie ein Fenster für das Netzteil.

Das Gehäuse ist durch meist abnehmbare Seitenwände verschlossen. Für den Zu- oder Abluftstrom des Prozessorkühlers und der Grafikkarte besitzen diese Lüftungsschlitze. Eine Modeerscheinung ist das Case-Modding, bei dem das Computergehäuse individuell gestaltet wird.