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BIOS-Update schnell und einfach in 4 Schritten

BIOS-Update schnell und einfach in 4 Schritten

BIOS-Update schnell und einfach in 4 Schritten

Egal ob neuer Prozessor oder RAM-Aufrüstung – ohne ein Update deines zentralen Betriebssystems (BIOS) läuft manchmal gar nichts mehr. Doch auch das ist kein Grund zur Panik! Wir zeigen dir in diesem Artikel, wie du das zentralste Herz deines Rechners ganz einfach auf den neuesten Stand bringen kannst.

 

Wann ist ein BIOS-Update sinnvoll?

In der Vergangenheit haben wir uns schon des Öfteren mit dem Thema PC-Aufrüstung und Tuning beschäftigt. Siehe hierzu unsere Artikel Die ersten 4 Schritte, SSD einbauen und CPU tauschen. Wenn du deinen PC im Zuge der Aufrüstung zum Beispiel mit einem neuen Prozessor ausgestattet hast, oder mehr bzw. schnelleren Arbeitsspeicher verbaut hast, dann kann es unter Umständen vorkommen, dass dein BIOS diese neuen Komponenten nicht mehr korrekt erkennt. In diesem Fall bricht der Bootvorgang unvermittelt schon während der Initialisierung ab und dein PC macht gar nichts mehr.

Abhilfe schafft in so einem Fall oftmals nur ein generelles Update für dein BIOS (Basic Input Output System) bzw. dein UEFI (Unified Extensible Firmware Interface), bei moderneren Mainboards. Bei einem solchen Update darf allerdings nichts schiefgehen, da hier essentielle Systeminformationen überschrieben werden. Schlägt dieses Überschreiben fehl, so ist dein PC nicht mehr in der Lage, zu starten.

Dank unserer Anleitung ist aber auch ein solches kritisches Update kein allzugroßes Problem. Wir zeigen dir wie immer, wie du schnell und einfach zum Ziel kommst.

 

Schritt 1: Mainboard und BIOS-Version bestimmen

Zuerst einmal musst du genau wissen, welches Mainboard du in deinem Rechner verbaut hast und welche Version dein installiertes BIOS derzeit hat. Die installierte BIOS-Version erfährst du ganz einfach über die Windows-eigene Systeminformation. Klicke hierzu ganz einfach auf die Startschaltfläche und tippe „msinfo“ ein. Ein Klick auf die vorgeschlagene Desktop-App „Systeminformationen“ führt dich schon in das gewünschte Fenster mit allen Infos zu deinem BIOS.

Hier findest du in der Zeile „BIOS-Version/-Datum“ alle entsprechenden Infos zu deiner derzeit installierten BIOS-Version. Bestenfalls steht ein paar Zeilen weiter unten auch die genaue Bezeichnung deines Mainboards. Sollte dies nicht der Fall sein (wie in unserem Beispielbild), dann musst du einen kleinen Umweg über das Programm CPU-Z nehmen, welches wir dir in diesem Artikel schon einmal vorgestellt haben.

Nach dessen Download und Start findest du die gesuchten Informationen unter dem Registerreiter „Mainboard“. Entscheidend sind hier in erster Linie die beiden Einträge unter „Model“ sowie „Rev“.

 

Schritt 2: Notwendige Dateien herunterladen und Risiko abschätzen

Normalerweise gilt für die Update-Dateien deines BIOS dasselbe, wie für Treiber & Co.: erste Anlaufstelle ist die Homepage des Herstellers, in dem Fall die des Mainboardherstellers. Die wichtigsten Herstellerseiten haben wir dir in unserer Support-Rubrik noch einmal übersichtlich verlinkt. Hast du bereits das etwas modernere UEFI, so kannst du dir das Update-Paket auch direkt innerhalb deines BIOS-Menüs herunterladen. Hierfür gibt es im BIOS-Menü einen eigenen gleichnamigen Unterpunkt.

Vergleiche hier unbedingt die einzelnen Angaben miteinander! Stimmt der Name des Mainboards mit dem tatsächlich verbauten Mainboard überein? Ist die Version des BIOS zum Herunterladen auch wirklich neuer, als die bereits installierte?

Selbst wenn du alle Tipps minutiös befolgst, kann es passieren, dass dein PC nach dem Update nicht mehr funktioniert und alle Versuche der Wiederherstellung scheitern. Deshalb solltest du dich im Vorfeld genau informieren, ob das geplante BIOS-Update dein Problem überhaupt lösen kann. Lies dir dazu auf jeden Fall die Readme-Datei oder die aktuellen Release-Notes durch, die du immer zusammen mit den Update-Dateien zum Download auf der Herstellerseite findest.

Speziell zur Kompatibilität zwischen CPU und Arbeitsspeicher mit der jeweiligen BIOS-Version bieten fast alle Hersteller Support-Listen an, auf denen die jeweils passenden Kombinationen exakt aufgelistet sind.

 

Schritt 3: Backup anlegen

Ein kleiner aber enorm wichtiger Schritt, bevor du mit dem eigentlichen BIOS-Update starten kannst. Sichere unbedingt deine Daten! Am Besten auf einer externen Festplatte oder einem USB-Stick von entsprechender Größe. Zwar beeinflusst ein fehlgeschlagenes BIOS-Update die Daten auf deiner Festplatte normalerweise nicht, aber es könnte sein, dass dein PC nicht mehr funktioniert und alle Daten dadurch zumindest einige Zeit für dich "verschlossen" sind. Einige praktische Programme zu den Themen Datensicherheit und Backup findest du in diesem Artikel (Punkt 5).

Schritt 4: Das eigentliche Update

Viele Hersteller bieten mittlerweile Updates an, die sich unter Windows oder sogar direkt im Bios starten lassen. Bei alten Hauptplatinen musst du das BIOS-Updates allerdings oft noch unter DOS-Umgebung aufspielen.

Update unter Windows

Willst du das Update direkt unter Windows durchführen, benötigst du dafür ein spezielles Update-Utility. Dieses findest du in den meisten Fällen direkt bei den downloadbaren BIOS-Dateien (siehe oben), und zwar unter dem Stichpunkt „Liveupdate“ oder „Install Program for Windows“. Der Rest geht vollautomatisch von Statten. Tool downloaden, starten, abwarten, fertig! Die einfachste Möglichkeit des BIOS-Updates.

Starte das Live-Update-Programm und wähle "BIOS aus dem Internet aktualisieren“ aus. Falls ein neueres Update-Programm, als das derzeit aufgespielte, gefunden wird, zeigt dir das Programm dies mit einer entsprechenden Update-Meldung nun an – lade es herunter, deinstalliere die alte Version und spiele die neue auf. Spätestens jetzt sollten dir alle verfügbaren Updates angezeigt werden. Lade dir nun die gewünschte BIOS-Version herunter.

Wählen danach „BIOS von Datei aktualisieren“ aus und wähle die eben heruntergeladene Datei. Nach einem Klick auf "OK" zeigt dir dein PC eine Zusammenfassung der alten und der neuen BIOS-Daten an – prüfe hier noch einmal, ob beispielsweise die Modellbezeichnung der Hauptplatine sowie die Versionsnummern stimmen. Klicke nun auf „Aktualisieren“, um den Update-Vorgang zu starten.

Update über Bios beziehungsweise UEFI

In vielen modernen Bios-Menüs ist das Flash-Programm oft schon im Tools-Menü integriert. Hier benötigst du dann normalerweise auch nicht einmal die BIN-Datei von der Hersteller-Seite, da bei einer bestehenden Internetverbindung das Tool automatisch die passende aktuelle Version herunterlädt. Fehlt diese Automatik, lädst du dir  die BIN-Datei von der Hersteller-Website auf die Festplatte deines Rechners und wählst dann im Tool den Speicherort aus. Da das Update vom Bios aus gestartet wird, ist kein Boot-Medium nötig. Um das Tool zu starten, suche in deinem BIOS-Menü einen Eintrag wie "EZ Flash" oder "Flash BIOS Utility" oder Ähnliches. Dieses Tool kannst du dann analog zu oben ganz genauso benutzen, wie unter Windows. Bis auf einige Klicks auf "weiter" und "ok" sollte der Updatevorgang nahezu vollautomatisch ablaufen.

Update unter DOS

Du benötigst zunächst einmal einen bootbaren USB-Stick. Wie du dir diesen ganz einfach selbst erstellst, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Ist der Stick erstellt, lädst du dir im nächsten Step dann - analog zu oben - die Bios-Datei herunter – meist als EXE oder ZIP. Entpacke diese in ein neues Verzeichnis auf deiner Festplatte: Neben dem Flash-Programm sollte mindestens eine Datei mit der Endung BIN (für Award-Bios), ROM (für AMI- oder Phoenix-Bios) oder mit einer Buchstaben-Zahlen-Kombination – etwa 3A0 – stehen. Befindet sich in den entpackten Dateien auch eine namens „Autoexec.bat“ oder „Update.bat“, ist das Update besonders leicht. Speichere alles auf dem bootfähigen USB-Stick und fahre deinen Rechner ordnungsgemäß herunter.

Stecke nun den vorbereiteten USB-Stick in den PC und starte ihn nicht von der Festplatte, sondern von eben diesem Stick. Der PC bootet nun bis zum DOS-Prompt. Starte nun das Flash-Programm und folge den Anweisungen auf dem Bildschirm. Das Programm zeigt dir unter anderem die Bios-ID und das Bios-Datum an. Erstelle nun ein Backup des vorhandenen Bios-Bausteins – wie das funktioniert, steht am unteren Bildschirmrand (meist mit der „B“-Taste).

Wähle dann anschließend die neue Bios-Datei. Es wird überprüft, ob sie zur aktiven Version passt. Anschließend wirst du gefragt, ob das Update wirklich durchgeführt werden soll. Bestätige hier mit „Z“. Das Flash-Programm zeigt den Fortschritt des Updates an. Weiße Felder bedeuten, dass der Sektor erfolgreich geschrieben wurde, rote Felder zeigen einen Fehler an. Der Flash-Vorgang dauert rund eine Minute. Entferne dann den USB-Stick und starte den PC neu.

Viel Spass mit deinem neuen BIOS!

Das wars auch schon! Mit diesen 4 einfachen Schritten hast du dein BIOS erfolgreich aktualisiert bist wieder um ein paar PC-Probleme ärmer 😉

 

Titelbild: © hywards - Fotolia.com
Bilder: © ESM-Computer GmbH

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