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So entfernst du Kratzer vom Smartphone-Display

So entfernst du Kratzer vom Smartphone-Display

So entfernst du Kratzer vom Smartphone-Display

Kaum einen Alltagsgegenstand nutzen wir häufiger als unser Smartphone.

Jeden Tag tragen wir es zusammen mit unseren Schlüsseln, Portemonnaies, oder was sonst noch so in Hosen- und Handtaschen passt, mit uns herum. Dabei sammeln sich mit der Zeit auf dem empfindlichen Smartphone-Display viele kleine Kratzer an, die mitunter sehr störend sein können.

Damit du trotz Schrammen möglichst lange Freude an deinem Smartphone hast, haben wir ein paar praktische Tipps für dich zusammengestellt, wie du dein geschundenes Smartphone-Display wieder auf Hochglanz bringen kannst.

1. Gefühl und Vorsicht

  • Verwende generell niemals aggressive Putz- und Scheuermitteln oder allzu viel rohe Kraft. Hier besteht die Gefahr, dass du deinem empfindlichen Display eher zusätzlichen Schaden zufügst, als dass du Kratzer entfernst.
  • Die meisten Smartphones besitzen heutzutage eine Fett-abweisende Schicht, die das Display vor Fingerabdrücken schützen soll. Unangenehmer Nebeneffekt: Diese Beschichtung verträgt sich nicht allzu gut mit den meisten Reinigungs- oder Poliermitteln. Teste daher immer zunächst an einer kleinen Ecke des Bildschirms, bevor du großflächig mit der eigentlichen Behandlung beginnst.

Du wirst dabei sehr schnell feststellen, dass sich in Heimarbeit zwar viele feine, keineswegs aber große und tiefe Kratzer entfernen lassen. Bei größeren Schrammen auf dem Display wirst du also trotz noch so großer Anstrengungen wohl kaum um einen Besuch im Handy-Reparaturladen herum kommen.

Bei allen kleineren Beschädigungen sind die folgenden Tipps allerdings durchaus hilfreich können das Leben deines Smartphones deutlich verlängern.

2. Backpulver, Zahnpasta, Wasser

Viele kleinere Kratzer lassen sich sehr gut mit einer Paste aus Backpulver und Wasser oder mit handelsüblicher Zahncreme entfernen. Das Backpulver bewirkt dabei nichts anderes, als ein Peeling auf deiner Haut oder eine Micropolitur beim Auto. Kleinste Kratzer werden herunterpoliert und nahezu unsichtbar verschlossen.

  • Mische dazu zunächst zwei Teelöffel Backpulver mit einem Teelöffel Wasser, so dass eine breiige nicht zu flüssige Paste entsteht.
  • Wichtig: Klebe empfindliche Stellen am Smartphone (Lautsprecher, Mikrofon, Home-Button oder Hörmuschel) vor der weiteren Vorgehensweise mit Klebeband ab, so dass beim Polieren mit der Backpulver-Paste nichts verstopft oder sogar beschädigt wird.
  • Trage dann ein Wenig von der Paste auf das Smartphone-Display auf. Hier gilt die Devise: Weniger ist mehr!
  • Poliere den Bildschirm ca. 3 Minuten lang in kreisenden Bewegungen mit einem Mikrofasertuch, einem Baumwollhandtuch oder einem Stück Watte.
  • Achte dabei - wie oben schon erwähnt - auf nicht zu festen Druck.
  • Danach reinigst du das Display mit einem zweiten sauberen Tuch, das du leicht angefeuchtet hast. Brillenputztücher oder Mikrofasertücher bringen den Bildschirm abschließend auf Hochglanz.
  • Wiederhole den Vorgang bei Bedarf mehrmals.

Als "Hausmittel" kannst du es es auch mit handelsüblicher Zahnpasta versuchen. Diese enthält kleine Schleifpartikel, die beim Polieren kaum sichtbare Display-Schichten abschleift. Da jedoch bei zu groben Partikeln in der Zahnpasta leicht noch mehr Kratzer "einpoliert" werden könnten, solltest du hier äußerste Vorsicht walten lassen und im Zweifel lieber zu einer speziellen Display-Politur greifen. Diese gibt es schon für unter 10,00 € im Zubehörhandel.

3. Display-Politur

Zwar lassen sich kleinere Kratzer auf dem Smartphone-Bildschirm in der Regel gut mit Backpulver-Paste und Zahncreme entfernen, die besten Ergebnisse wirst du jedoch immer mit einer speziellen Display-Politur erzielen. Entsprechende Mittel werden bereits für unter zehn Euro auf den bekannten Online-Marktplätzen gehandelt. Oft gibt es dort auch noch ein Mikrofasertuch dazu. Die Anwendung der Politur erfolgt dabei wie mit der Backpulvermischung oder Zahnpasta.

4. Fachmann

Bringen alle genannten Tipps keine Besserung, so bleibt nur mehr der Gang zum Fachmann. Meistens wird hier das Display direkt ausgetauscht, vor allem wenn es sich um einen Touchscreen handelt. Dieser enthält winzige Sensoren an der Oberfläche, die durch eine stärkere Politur, als oben beschrieben, sehr leicht beschädigt werden könnten. Eine solche Reparatur ist allerdings relativ teuer, die Preise liegen derzeit bei rund hundert Euro oder gar noch mehr. Aus diesem Grund spielt der Handy-Wert natürlich eine wichtige Rolle: Für ein neues iPhone, ein HTC- oder Samsung-Spitzenmodell lohnt sich die teure Reparatur. Ist das Smartphone aber bereits älter, übersteigen die Reparaturkosten oftmals den Restwert des Mobiltelefons.

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Besser: Vorsorge

Die beste Strategie bleibt aber die Vorsicht: So gibt es spezielle Schutzfolien für das Display – Kostenpunkt: etwa zehn Euro. Wer zum neuen Smartphone auch gleich eine entsprechende Display-Schutzfolie erwirbt, wird im Schadensfall nur eine neue Folie kaufen müssen.

 

Titelbild: © phpetrunina14 – Fotolia.com
Quellen: eigene Recherche / chip.de

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Comments

  1. Dass man Kratzer auf dem Display mit Backpulver und Wasser entfernen kann. Ich werde das auf jeden Fall an einer Stelle vorsichtig ausprobieren. Notfalls muss ich dann doch zu einem Service für Handyreparatur gehen.

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  2. Da sollte man auf jeden Fall vorsichtig sein. Es ist besser, wenn man bei einem sichtbaren Schaden zu einem Fachmann geht.
    Mit besten Grüßen,
    Lars

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  3. Ich danke Ihnen für den interessanten Beitrag. Kratzer sind immer enorm ärgerlich. Damit so etwas nicht passiert, sollte man sich ein spezielles Schutzglas besorgen.
    Mit besten Grüßen,
    Tobias

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