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Power in 6. Generation – Der Intel Core i7-6700 im Test

Power in 6. Generation – Der Intel Core i7-6700 im Test

Power in 6. Generation - Der Intel Core i7-6700 im Test

Heiß begehrt und sehnsüchtig erwartet

Wohl kaum eine Überschrift bringt es besser auf den Punkt. In den letzten Monaten vollzieht sich langsam aber sicher auch auf dem Markt für professionell wiederaufbereitete Hardware ein Generationenwechsel. Das Sortiment von den im Schnitt 2-4 Jahren alten Leasinggeräten wechselt nun schrittweise von Prozessoren der 3. und 4. Generation auf die 5. Generation und höher.

Dieser Generationensprung erfasste zunächst mit dem Intel Core i3 und i5-Prozessor die Einsteiger- und Mittelklasse der Prozessoren. Immer häufiger bekamen wir allerdings sowohl von unseren Kunden, als auch von den Kollegen intern die Frage nach dem HighEnd-Prozessor von Intel, nämlich dem i7 gestellt. Leider waren selbige in Generation 4+ bis dato als Leasingrückläufer noch zu selten auf dem Markt anzutreffen, so dass nichts anderes übrig blieb, als alle Interessenten immer wieder weiter zu vertrösten.

Nun ist es endlich soweit und das Warten hat ein Ende. Seit Kurzem ist bei uns der erste Computer mit einem Intel Core i7-6700 erhältlich. Doch hält die CPU auch, was sie verspricht? Werden die hohen Erwartungen erfüllt? Wir haben uns das HP EliteDesk 800 G2 SFF einmal zur Brust genommen und dessen neue CPU auf Herz und Nieren getestet sowie mit einem i7-Prozessor der 4. Generation verglichen.

Wird der neue i7 den Erwartungen gerecht?

Highend aus dem Jahr 2015

Beim  i7-6700 handelt es sich um einen Quad-Core Prozessor aus dem Jahre 2015 (Erstvorstellung) auf Basis der Skylake-Architektur mit 14 Nanometern (Nm). Die Taktfrequenz beträgt 3,4 GHz (Basistakt) bzw. 4,0 GHz (max. Turbotakt). Dank Hyper-Threading ist die Bearbeitung von bis zu 8 Threads parallel möglich. Ein freier Multiplikator zum Übertakten ist nicht vorhanden. Hier findest du das offizielle Datenblatt von Intel für die exakten detaillierten Spezifikationen.

Leistungsplus dank Skylake

Die sogenannte Skylake-Architektur ist der Nachfolger der älteren Broadwell- und Haswell-Architekturen. Neben verschiedenen Verbesserungen (größerer Out-of-Order-Buffer, verbessertes Prefetching, stärkeres Hyper-Threading) steigt durch die Verwendung von Skylake die Leistung-pro-MHz des Prozessors um immerhin 5% - 10% an.

Dies führt trotz einer geringfügig niedrigeren Taktung als beim direkten Vorgänger (zum Beispiel dem i7-4790 mit 3,6 - 4,0 GHz) zu einer dennoch besseren Gesamt-Performance. Auch anspruchsvollste Programme und Spiele werden von der High-End-CPU daher problemlos bewältigt.

Grafiktuning trotz Onboard

Für Grafikberechnungen jeder Art ist die integrierte Intel HD Graphics 530 mit zuständig. Selbige werkelt mit 350 - 1150 MHz und damit um rund 25% schneller, als die HD Graphics 4600er der Haswell-Vorgängerchips. Dennoch siedelt sich die GPU nur im absoluten Low-End-Bereich an, sodass aktuelle Spiele allenfalls in niedrigen Einstellungen flüssig dargestellt werden. Dies ist allerdings für einen Onboard-Grafikchip auch nicht sonderlich überraschend.

Im Benchmark schon fast Workstation-tauglich

In unserem Artikel "Die besten Tools für Analyse und Benchmark" haben wir dir bereits das Tool Cinebench R15 kurz vorgestellt. Selbiges verwenden wir auch in diesem Fall für unseren Geschwindigkeitstest (=Benchmark-Test) des Intel Core i7 6700. Das Programm selbst basiert auf der Cinema 4D Suite, einem weltweit eingesetzten Programm zur Erstellung von 3D-Grafiken und Meshes.

Single-Core Test:

Beim Single-Core Test wird nur ein einzelner Prozessorkern benutzt. Dies bedeutet, dass das Ergebnis nicht durch die Anzahl der Kerne oder etwaiges Hyperthreading beeinflusst werden kann. Hier ordnet sich der Intel Core i7-6700 mit einer Wertung von 171 Gesamtpunkten direkt unter den Xeon-CPUs ein, die klassischerweise nur in Workstations Verwendung finden (Bild: Technikaffe.de).

6700_bench_sc

Multi-Core Test:

Beim Multi-Core Test werden nun im Gegensatz zum Single-Core Test alle CPU-Kerne gleichzeitig beansprucht. Nur so kann das volle Hyperthreading in der Wertung berücksichtigt werden. Auch hier fällt eine Platzierung direkt unterhalb der Xeon-CPUs ins Auge. Die Punktedifferenz ist beim Multi-Core Test allerdings etwas deutlicher ausgeprägt, als beim reinen Single-Core Test (Bild: Technikaffe.de).

6700_bench_mc

Der direkte Vergleich

Zugegeben - die oben aufgelisteten Daten und Fakten lesen sich alle ziemlich trocken. Was bringt der "Neue" denn jetzt genau im Vergleich zu den "Alten"? Um dir das endlose Wälzen und Abgleichen von mehreren einzelnen Datenblättern zu ersparen, haben wir den Intel Core i7-6700 mit einem unserer bisherigen Topseller, dem Intel Core i7-4770 einmal direkt gegenüber gestellt.

Intel Core i7-6700

3,40 GHz
4,00 GHz
3,70 GHz
4
8 MB
HD Graphics 530
0,35 GHz
1,15 GHz
12,0

Skylake
14 nm
64W

vs.

Taktfrequenz
Turbo (Single-Core)
Turbo (Multi-Core)
Kerne gesamt
Cache
Grafikchip
Grafiktakt (Basis)
Grafiktakt (Turbo)
DirectX

Architektur
Fertigung
TDP

Intel Core i7-4770

3,40 GHz
4,00 GHz
3,70 GHz
4
8 MB
HD Graphics 4600
0,35 GHz
1,20 GHz
11,1

Haswell
22 nm
84W

Fazit: 15-20 % mehr Power für kleines Geld

Um die Frage von oben ganz eindeutig zu beantworten: Ja der neue Prozessor lohnt sich! Und das - verglichen mit dem bereits erwähnten i7 Prozessor der 4. Generation - sogar im zweistelligen Prozentbereich, wie du an den unteren beiden Benchmartests sehen kannst. Hier handelt es sich noch einmal um je einen Single-Core Test (oben) und einen Multi-Core Test (unten). Bei ersterem erhältst du ein Leistungsplus von satten 18%, bei zweiterem immerhin noch von 15% gegenüber dem 4770er i7. Beide Grafiken wie immer von Technikaffe.de

 

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Titelbild: © ra2 studio - Fotolia.com
Bilder: © hywards - Fotolia.com / technikaffe.de / ESM-Computer Gmbh

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