ESM-Computer Magazin
Nachhaltigkeit

Ein neues Bienenvolk entsteht

Ein neues Bienenvolk entsteht

Ein neues Bienenvolk für ESM

Kaum scheinen die ersten richtig warmen Sonnenstrahlen vom Himmel und die Nächte sind dauerhaft frostfrei, erwacht auch unser ESM-Bienenvolk hinter dem Firmengebäude zu neuem Leben. Schon im Laufe der letzten wärmeren Tage und Wochen haben die Bienen die ersten Reinigungsflüge abgehalten. Diese dienen einerseits zur Entleerung der Kotblase (keine gesunde Biene würde im eigenen Nest abkoten) sowie dem "Aufräumen" der toten Artgenossen. Alle Bienen, die den Winter nicht überstanden haben, werden dabei aus dem Stock geschafft und einige Meter weiter "entsorgt".

Schnell entsteht Platzmangel im Volk

Sobald die Nächte dann dauerhaft frostfrei sind, beginnt die Königin wieder mit der Bruttätigkeit und die Sammlerinnen schaffen Wasser und ersten Pollen herbei. Das neue Bienenjahr beginnt. Nun geht es Schlag auf Schlag, der Bienenstock füllt sich mehr und mehr und würde in Kürze aus allen Nähten platzen. Die naturgemäße Antwort der Bienen auf diesen Platzmangel wäre normalerweise ein abgehender Schwarm. Dumm nur, zumindest aus Imkersicht, dass mit diesem Schwarm nicht nur ca. 50% der Bienen ausziehen, sondern auch die Sammelleidenschaft des zurückbleibenden Bienenvolks nahezu auf Null sinkt. Verständlich, sie haben nun ja Wichtigeres zu tun - nämlich Brutpflege zu betreiben.

20200417_122820

Ein Blick in das geöffnete Spendervolk. Gut zu sehen: Die Bienen besetzen bereits alle Wabengassen. Höchste Zeit, das Volk etwas zu "schröpfen".

Das Mittel der Wahl: Brutableger

Gut, dass es eine Möglichkeit gibt, einerseits das Schwärmen wirksam zu unterbinden und andererseits auch noch für eine kontrollierte Vermehrung der Bienenvölker zu sorgen. Das Stichwort heißt: Brutableger. Seid mit uns dabei, wenn ein neues Bienenvolk entsteht!

Einzige Voraussetzungen: Futter, Brut, Bienen und Platz

Futter haben wir reichlich, und zwar in Form zweier alter Futterwaben aus dem Vorjahr:

20200417_121542

Platz haben wir ebenfalls ausreichend zur Verfügung. Eine komplette Zarge für jeden Ableger, angefüllt mit 6 leeren Mittelwänden sowie ganz am Rand den oben genannten 2 Futterwaben.

20200417_121600

Fehlt noch das wichtigste: Bienenbrut quer durch alle Stadien. Dazu entnehmen wir unserem Spendervolk 2 schöne Brutwaben, die sowohl offene Brut, als auch verdeckelte Brut (kurz vor dem Schlüpfen) als auch noch frische Eier enthalten.

20200417_124024Links im Bild sieht man sogar einige Jungbienen, die bereits den Wachsdeckel ihrer Zelle aufbeißen. Sie stehen unmittelbar vor dem Schlupf. Die verdeckelten Zellen in der Mitte brauchen noch ca. 3-4 Tage bis zum Schlupf. Die offenen Zellen rechts im Bild enthalten frisch gelegte Eier (Stifte, wie der Imker sagt).

3-4 Stunden Pause auf dem Spendervolk

So zusammengepackt wäre der Ableger eigentlich schon fertig, es fehlen nur noch die Bienen. Irgendwer muss die frische Brut ja auch noch füttern und Pflegen. Hierzu "parken" wir unseren Ableger für einige Stunden auf dem Muttervolk. Nach 3-4 Stunden haben sich genügend Pflegebienen auf der offenen Brut niedergelassen, so dass wir die Ableger (gut zu erkennen an den hellen, noch neuen Holzkästen) wieder vom Muttervolk entfernen und separat stellen können.

20200417_1332312 neue Völker sind geboren

Am Ende bekommt jedes neue Völkchen noch einen separaten Boden mit Flugloch sowie einen eigenen Deckel und natürlich einen eigenen Standplatz neben den Muttervölkern. Wenn alles gut geht, werden sich die Bienen in den nächsten 30 Tagen eine neue Königin heranziehen, welche dann - nach erfolgreichem Hochzeitsflug - für den Fortbestand des noch kleinen Völkchens Sorge tragen wird. Schaffen es die kleinen Nachwuchsvölker, zu starken Einheiten heranzuwachsen und unsere ESM-Bienen im nächsten Jahr zu unterstützen? Wir halten euch auf dem Laufenden!

 

Titelbild: © Pixabay / Bilder: © Richard Dolp

0
0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.