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München und Nürnberg sind Nachhaltigkeitssieger

Wer kauft nachhaltige Business-Hardware in Deutschland?

Nachhaltigkeit ist längst kein Trend mehr, sondern ein zentrales Thema sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen. In einer Zeit, in der Ressourcenknappheit, steigende Energiekosten und die Folgen des Klimawandels in allen Bereichen spürbar werden, wird bewusster Konsum immer wichtiger.

Im IT-Bereich bietet sich hierfür ganz besonderes Potential, indem man sogenannte refurbished Hardware einsetzt. Darunter versteht man professionell wiederaufbereitete hochwertige gebrauchte Computer, Notebooks und Monitore. Durch die professionelle Wiederaufbereitung  vom Fachmann werden diese Geräte wieder in einen nahezu neuwertigen Zustand versetzt und können so über viele Jahre hinaus weiter benutzt werden. Das spart wertvolle Rohstoffe und setzt ein Ausrufezeichen in puncto Nachhaltigkeit.

Doch wer greift in Deutschland tatsächlich zu nachhaltiger IT? Sind es vor allem Unternehmen, oder entscheiden sich auch immer mehr Privatpersonen für gebrauchte, wiederaufbereitete Business-Hardware? Welche Regionen haben in puncto Nachhaltigkeit die Nase vorn? Gibt es einen Unterschied zwischen den Geschlechtern?

Um diese Fragen zu beantworten, haben wir uns einmal die Verkaufszahlen der letzten drei Jahre näher angesehen und in Form einer kleinen Studie aufbereitet. Sie liefert spannende Einblicke in das Kaufverhalten der Menschen und zeigt, wo Deutschland beim Thema nachhaltige IT besonders stark ist und wo vielleicht noch ungenutzte Potentiale verborgen liegen.

Hintergrund und Datenbasis

Für die Analyse wurden alle Aufträge von ESM-Computer aus Deutschland der vergangenen 3 Jahre ausgewertet. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf:

  • der geografischen Verteilung nach Postleitzahlen und Bundesländern,
  • der Geschlechterverteilung auf Basis der bei der Bestellung angegebenen Anreden, sowie
  • auf der Identifikation der Top-Städte im Bereich nachhaltiger Hardwarekäufe.

Wir haben dabei sowohl klassische Bestellungen von Privatpersonen
als auch Bestellungen von Unternehmen, Behörden und Institutionen betrachtet. Gerade Letztere tragen durch oftmals große Bestellvolumina stark zum Gesamtumsatz bei und spiegeln die wachsende Bedeutung der Kreislaufwirtschaft auch in der Unternehmens-IT wider.

Schon früh wurde klar: Refurbished Business-Hardware ist kein Nischenprodukt mehr. Sie wird bundesweit nachgefragt – mit spannenden Unterschieden zwischen Regionen und Kundengruppen.

Die nachhaltigsten Bundesländer (absolut)

Als Erstes haben wir uns einmal die einzelnen Bundesländer genauer angesehen und dazu das Umsatzvolumen pro Bundesland analysiert und in Relation zum Gesamtumsatz gesetzt.

Die Ergebnisse zeigen ein deutliches Bild:

  • Bayern ist mit rund 25% des Gesamtumsatzes der unangefochtene Spitzenreiter beim Kauf nachhaltiger Business-Hardware.
  • Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg folgen auf den Plätzen zwei und drei.
  • Die Flächenländer dominieren klar vor den Stadtstaaten wie Hamburg oder Bremen, was natürlich auch an den deutlich höheren Einwohnerzahlen liegen dürfte.
  • Es ist ein eklatanter Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland erkennbar

Diese Verteilung überrascht nicht, wenn man die wirtschaftliche Struktur sowie die Einwohnerdichte der Länder betrachtet: Süd- und Westdeutschland verfügen zudem über eine hohe Dichte an mittelständischen Unternehmen und großen Firmen, die zunehmend auf refurbished Hardware setzen, um einerseits Kosten zu sparen und andererseits ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Hier noch einmal die selben Daten von oben auf die Karte von Deutschland übertragen (Klicken für größere Darstellung):

Hier werden die Unterschiede zwischen den Bundesländern noch  einmal um Einiges anschaulicher. Der Nachhaltigkeitspreis bezüglich der reinen Umsatzzahlen geht also ganz klar an Bayern, mit einigem Abstand gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Die nachhaltigsten Bundesländer (pro Kopf)

Diese 3 Kandidaten sind natürlich auch mit Abstand die Bundesländer mit den höchsten Einwohnerzahlen, wodurch die Spitzenplatzierung nicht weiter verwunderlich ist. Um trotzdem belastbare Aussagen treffen zu können, haben wir die oben ermittelten Daten in einem zweiten Schritt in Relation zur  jeweiligen Einwohnerdichte der einzelnen Bundesländer gesetzt. Prompt ergibt sich ein etwas anderes Bild.

Bayern sichert sich nach wie vor Platz 1, dicht gefolgt von Hamburg und Baden-Württemberg sowie Schleswig-Holstein. Nordrhein-Westfalen rutscht dagegen vom zweiten Platz deutlich ab und befindet sich nurmehr im Mittelfeld.

Auf die Deutschlandkarte übertragen ergibt sich folgendes Bild:

Schleswig-Holstein und Hamburg sind hier die klaren Ausreißer, ansonsten zeigt sich die Südhälfte Deutschlands deutlich nachhaltiger, als der hohe Norden.

Mann oder Frau? Wer hat die Nase vorn?

Ein weiterer spannender Aspekt ist die Frage, wer denn eigentlich mehr gebrauchte Hardware kauft. Männlein oder Weiblein – wer ist in dem Bereich nachhaltiger unterwegs? Um diese Frage zu beantworten, haben wir alle unsere Bestellungen nach der gewählten Anredeform sortiert. Ergebnis:

  • rund 60 % des Umsatzes stammt von Männern, dagegen nur
  • rund 10 % von Frauen und
  • ca. 30% haben „keine Anrede“ ausgewählt

Hier gehen die Männer also ganz klar als Sieger hervor. Offensichtlich werden technische Entscheidungen, insbesondere im Bereich Computerhardware, in vielen Unternehmen und Haushalten noch immer häufiger von Männern getroffen.

Also Mädels: strengt euch an, die Männer sind euch aktuell in puncto IT-Nachhaltigkeit meilenweit voraus 😉 Als kleiner Trost: in den urbanen Zentren Deutschlands sieht es etwas besser für die Frauen aus. In Städten wie Berlin und Hamburg ist der Frauenanteil an nachhaltigen Hardwarekäufen nämlich überdurchschnittlich hoch, was darauf hindeutet, dass dort eine bewusstere Konsumkultur etabliert ist. Siehe hierzu die Grafik weiter unten.

Geschlecht & Bundesland kombiniert

Nun werfen wir noch einmal einen Blick auf die Kombination aus Bundesland und Geschlecht. Und siehe da – die Frauen stehen gar nicht so schlecht da, wie man aus den Statistiken oben vermuten könnte.

Männer machen zwar bundesweit noch immer den mit Abstand höchsten Umsatzanteil aus, der Frauenanteil ist aber vor allem in urbanen Regionen und Ballungszentren deutlich sichtbar. So zum Beispiel in Berlin und Hamburg sowie auch im Saarland und in Schleswig-Holstein.

Die Hotspots für nachhaltige Hardware

Neben den Bundesländern haben wir uns auch die einzelnen Städte genauer angesehen. Zuerst wie immer in absoluten Zahlen in Relation zum Gesamtumsatz. Hier setzen sich die Berliner mit deutlichem Vorsprung an die Spitze, mit großem Abstand erst gefolgt von München und Hamburg.

  • Ballungsräume scheinen also klar zu dominieren
  • Städte wie Berlin, Hamburg und München sind dabei starke Nachhaltigkeits-Hotspots.

Natürlich kann man auch hier die einzelnen Städte aufgrund ihrer stark unterschiedlichen Einwohnerzahlen nicht mit einander vergleichen, weshalb wir abermals die absoluten Umsätze auf die Einwohnerzahlen herunter gerechnet haben.

Auch hier liegen die großen urbanen Zentren ganz klar vorn. Die Stadt Nürnberg dominiert das Ranking, dicht gefolgt von München, Leipzig und anderen großen Städten. Berlin rutscht ab und muss sich mit Platz 4 zufrieden geben.

Firmen oder Privatkunden?

Äußerst interessant ist zudem die Frage, wie hoch denn eigentlich der Anteil der Firmenkunden-Bestellungen am Gesamtumsatz sowie am Umsatz des jeweiligen Bundeslandes ist. Um dies zu beantworten, haben wir alle Bestellungen des genannten Zeitraums betrachtet, welche einen Eintrag unter „Firma“ im Bestellformular besitzen. Und hier ergeben sich teilweise extreme Unterschiede je nach Bundesland.

Anteil Firmenkunden am Gesamtumsatz

Hier reicht die Bandbreite von lediglich 20% in Rheinland-Pfalz bis hin zu über 90% in Schleswig-Holstein. Kumuliert auf gesamt Deutschland machen die Firmenkunden rund 60% des gesamten Umsatzvolumens aus.

Fazit

Wer hat denn nun unser kleines Ranking gewonnen? Wer ist denn nun in Deutschland im Bezug auf Computertechnik am nachhaltigsten unterwegs?

Ganz klar, die bayerischen Männer aus Nürnberg und München für den Bereich Privatkunden. Bei den Firmenkunden dagegen dominiert mit Schleswig-Holstein der hohe Norden, dicht gefolgt von Sachsen und Niedersachsen

Herzlichen Glückwunsch!

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