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Power satt – die Zbooks von HP

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Power satt – die Zbooks von HP

Power satt - die Zbooks von HP

Die Firma Hewlett-Packard (kurz: HP) gehört neben Dell, Fujitsu und Lenovo zu den klassischen Anbietern von leistungsstarken mobilen Workstations. Im Hause HP sind die beiden Flagschiffe dieser Kategorie derzeit das Zbook 15 und das Zbook 17. Wir haben beide Geräte für dich ausführlich getestet und verraten dir, ob sie die Bezeichnung "Workstation" auch wirklich verdienen.

 Was unterscheidet eine Workstation von einem Notebook oder PC?

Der Begriff "Workstation" bedeutet zunächst einmal nichts anderes, als Hochleistungscomputer. Damit können sowohl mobile Geräte als auch stationäre Tower-PCs gemeint sein, weswegen bei den mobilen Versionen meistens genauer von "mobile Workstation" gesprochen wird.

Workstations sind von Haus aus vor allem für den dauerhaften und  zuverlässigen Einsatz in Unternehmen gedacht. Aber auch für Privatanwender kann sich der Griff zu einer Workstation durchaus lohnen. Legst du Wert auf höchste Performance, größtmögliche Rechen- und Grafikleistung sowie Dauerhaftigkeit und Robustheit, dann bist du mit einer Workstation um einiges besser bedient, als mit einem "normalen" Notebook oder PC.

Das Alleinstellungsmerkmal einer mobilen Workstation ist neben den von sich aus schon hochklassigen Komponenten vor allem die Verwendung einer professionellen Grafikkarte, die mit ihren speziellen Eigenschaften besonders für professionelle 3D-Anwendungen konzipiert wurde. Spezialtreiber, ein angepasstes Bios sowie garantierte Zuverlässigkeit runden das Gesamtpaket "Workstation" klassischerweise sinnvoll ab.

HP hat seine mobilen Workstations vor einiger Zeit einer Namensänderung unterzogen und vertreibt diese fortan unter der Bezeichnung ZBook. Wir wollen wissen, ob die Zbooks von HP auch all das halten, was unter dem Begriff Workstation versprochen wird, und haben deshalb die 15- und 17-Zoll Variante für dich getestet.

Wieviel Workstation steckt in den Zbooks?

Das Gehäuse - elegant und robust zugleich

Beide Zbooks haben ein klares, schlichtes und geradliniges Design. Die metallischen Oberflächen machen einen sehr hochwertigen und gleichzeitig widerstandsfähigen Eindruck. Der Rahmen des Displays sowie der Unterboden bestehen stabilem Kunststoff in unauffälligem schwarz. Die untere Abdeckung kannst du - wie bei HP mittlerweile üblich - schraubenlos befestigen und daher ohne Werkzeug und sehr schnell öffnen. Der Akku schließt bündig mit dem Gehäuse ab und du kannst ihn auch im Netzbetrieb dauerhaft entfernen.

Stabilität und Verwindungssteifigkeit sind sehr gut. Um die Geräte zu kleinsten Verformungen zu bewegen, sind schon enorme Kraftanstrengungen nötig. Beide Geräte garantieren in diesem Punkt also die für Workstations vorausgesetzte Robustheit ohne Einschränkungen.

Die Handballenablage liegt fest auf, beide Displayscharniere sind sehr griffig und auch sonst sind alle Bauteile äußerst passgenau verarbeitet.

Der große Nachteil der 17-Zoll-Workstation zeigt sich allerdings auf der Waage. Mit einem Testgewicht von 3,78 kg, zuzüglich dem 900 Gramm schweren Netzteil, ist das ZBook 17 zwar noch gut transportabel – für echte mobile Einsätze ist das 15-Zoll Schwestermodell allerdings deutlich komfortabler.

Anschlüsse, die keine Wünsche offen lassen

Sowohl das Zbook 15, als auch das Zbook 17 lassen bezüglich der verfügbaren Anschlussmöglichkeiten keine Wünsche offen.

Beide Workstations verfügen über insgesamt 3 superschnelle USB 3.0 - Schnittstellen sowie einen USB 2.0 - Port. Als Bildschirmanschlüsse für externe Monitore stehen wahlweise jeweils 1 klassischer VGA-Anschluss sowie ein moderner Displayportanschluss zur Verfügung. Die detaillierten Unterschiede zwischen den einzelnen Bildschirmanschlüssen kannst du in diesem Beitrag nochmals nachlesen.

Besonders positiv hervorzuheben ist bei allen beiden Geräten der vorhandene Thunderbolt-Anschluss. Über diesen lassen sich - wie schon von den Macs bekannt - externe Geräte bei hoher Bandbreite (bis zu 10 Gbit/s) in Reihe schalten. Besonders nützlich beispielsweise für Massenspeichergeräte wie externe Festplatten, bei denen hohe Datenmengen schnell übertragen werden müssen.

Jeweils ein SD-Kartenleser, ein Netzwerkanschluss sowie ein Kopfhöreranschluss sind ebenfalls vorhanden und gehören bei Geräten dieser Preisklasse sowieso zum Standard. Sinnvoll ergänzt HP die zahlreichen Anschlussmöglichkeiten durch einen Smartcard-Reader und einen Expresskarten-Einschub an der linken Seite. Dadurch können die Workstations nochmals mit zahlreichen anderen Anschlüssen erweitert werden.

Zu guter Letzt besitzen beide Geräte an der Unterseite noch einen Docking-Anschluss. Mithilfe der passenden Dockingstation lassen sich hier die möglichen anschließbaren Peripheriegeräte noch einmal vervielfachen, so dass für jedweden Verwendungszweck zu jeder Zeit mehr als genug Schnittstellen verfügbar sind.

Einfachste Wartung durch schraubenlose Bodenplatte

Die Bodenplatte lässt sich vorbildlich einfach und ohne jegliches Werkzeug öffnen. Du drückst einfach 2 Schieber nach Außen und schon kannst du die Abdeckung mit einem Griff entfernen.

Darunter befinden sich alle wesentlichen Komponenten und internen Steckplätze wie zum Beispiel für SATA-Festplatten, m.2-SSDs oder aber den Arbeitsspeicher. Zwei weitere RAM-Bänke befinden sich zudem noch unter der Tastatur des Gerätes.

Leistung ohne Ende dank moderner CPU und Highend-Grafikkarte

Der schnelle Vierkerner Intel Core i7 der 4. Generation ist der perfekte Prozessor für eine Workstation. Mit Hyperthreading (bis zu 8 Threads gleichzeitig) und Intel Turbo Boost kann sowohl bei Single-Thread-Aufgaben als auch bei Multi-Thread-Aufträgen die jeweils beste Performance abgerufen werden. Der Basistakt der CPU liegt bei 2.800 MHz und erreicht bis zu 3.800 MHz bei Single-Thread-Aufgaben. Sogar unter gleichzeitiger Volllast von Prozessor und Grafikkarte arbeitet die CPU konstant mit etwa 3 GHz.

Apropos Grafikkarte: Die beiden Testgeräte sind jeweils mit einer Nvidia Quadro K2100M mit 2,0 GB Grafikspeicher (Zbook 15) bzw. mit einer Nvidia Quadro K3100M mit sogar 4,0 GB Grafikspeicher (Zbook 17) ausgestattet. Durch diese beiden Grafikkarten aus dem professionellen Highend-Bereich stehen also zu jeder Zeit genügend Reserven zur Verfügung, so dass auch aufwändige CAD- oder Renderingprozesse schnell und ohne Ruckeln von Statten gehen. Selbst Spiele sind hier möglich, auch wenn die Grafikkarten nicht dafür entworfen wurden.

Bootgeschwindigkeit und Benchmark

Für unseren Benchmark des Komplettsystems verwenden wir aufgrund der Vergleichbarkeit wie immer das Programm Asus RealBench, auch wenn selbiges ursprünglich für Gaming-Hardware konzipiert wurde.Unser HP Zbook 17 erzielt mit der o.g. Austattung hier einen System Score von 71.795 Punkten und ist damit auch für die hohe Messlatte der Workstations absolut Spitzenklasse. Hier machen sich die 32 GB Arbeitsspeicher in Verbindung mit dem bärenstarken i7-Prozessor der 4. Generation positiv bemerkbar. Dank der starken Grafikkarte sind auch aktuelle Spiele kein größeres Problem, auch wenn man ganz klar sagen muss, dass dies nicht der primäre Zweck einer Workstation ist, sondern vielmehr aufwändige CAD- und Rendering-Anwendungen.

Das Zusammenspiel aus 32 GB Arbeitsspeicher, Windows 10 als Betriebssystem sowie der SSD-Festplatte sorgt neben blitzschnellen Installationen und überaus kurzen Ladezeiten für einen wahren Turbo beim Bootvorgang. So vergingen gerade einmal 26,484 Sekunden vom Drücken des Power-Knopfes nach dem Kaltstart bis hin zum arbeitsbereiten Gerät. Gemessen wurde die Geschwindigkeit mit dem Tool Bootracer, welches wir dir schon ein einem früheren Artikel näher vorgestellt haben, siehe hier.

Mehr Workstation geht nicht

Alles in allem sind die beiden vorgestellten Zbooks ein perfektes Powerpaket für alle Nutzer, die Wert auf höchste Performance und Leistung legen, ohne dabei auf elegantes Design verzichten zu wollen.

Als Fazit können wir nur eine ganz klare Kaufempfehlung aussprechen. Alle beide Geräte haben die Bezeichnung Workstation eindeutig verdient.

 

Titelbild, Bilder: © ESM-Computer GmbH

 

 

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Comments

  1. Hallo zusammen,

    erst einmal vielen Dank für den guten Artikel! Ich arbeite in der Baubranche und verwende hier regelmäßig sehr leistungsraubende Anwendungen wie CAD usw. Hier ist es besonders wichtig, einen wirklich leistungsstarken Laptop zu besitzen. Wir haben uns also für die 15 Zoll Variante des Zbooks entschieden und ich kann mich absolut nicht beschweren, gutes Preis-Leistungsverhältnis.
    Gleichzeitig haben wir für jedes Flottenfahrzeug noch so einen Automanager angeschafft (https://www.mysortimo.at/de_AT/Zubeh%C3%B6r/Ordnung-am-Steuer/Automanager/Automanager/p/000000000601009565). Dadurch sind wir echt perfekt ausgestattet, können durch die neuen Geräte deutlich schneller und effizienter arbeiten.

    Beste Grüße aus Österreich,

    Volkmar

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    • Richard Dolp (Admin) - 5. November 2018 at 8:53 - Antworten

      Hallo nach Österreich,
      danke für die lobenden Worte 🙂 Freut uns natürlich immer sehr, wenn unsere Artikel Anklang finden.
      Am besten fleißig weitersagen und teilen.
      Liebe Grüße!

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