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1 PC, 2 Bildschirme – wie geht das?

1 PC, 2 Bildschirme – wie geht das?

1 PC, 2 Bildschirme - wie geht das?

Die Praxis, 2 Bildschirme gleichzeitig an nur einem PC anzuschließen, setzt sich auch im Privatbereich immer mehr durch. War das Dualscreening (so die neumodische Bezeichnung) vor einigen Jahren wenn überhaupt nur im professionellen Bereich anzutreffen, so werden mittlerweile immer mehr private Arbeitszimmer von 2 Bildschirmen geschmückt, die beide am selben Rechner angeschlossen sind. Doch was soll das bringen? Ist das wirklich sinnvoll? Was musst du beachten? Dies und mehr in unserem kleinen Guide zum Thema 1 PC - 2 Bildschirme.

Warum 2 Monitore am PC?

Wer sich einmal daran gewöhnt hat, der will es nie wieder anders! Diese Aussage hört man nur zu oft von Verfechtern des Dual- oder Multiscreenings. Und auch wir können diesem Satz nur vorbehaltlos zustimmen. Doch warum ist das so? Warum macht es Sinn, 2 Monitore mit ein und dem selben PC zu verbinden? Die Antwort ist relativ simpel: Je mehr Bildschirmfläche zur Verfügung steht, desto mehr kann gleichzeitig angezeigt werden.

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Du behältst deutlich besser die Übersicht über alle gewünschten Apps und Fenster, musst weniger Scrollen oder Tabs wechseln und kannst im Idealfall verschiedene Fenster oder Darstellungen parallel verwalten und im Auge behalten. In letzter Konsequenz wird dein Arbeitsplatz dadurch deutlich ergonomischer, dein ganzes Arbeiten effektiver und schneller aber gleichzeitig stressfreier und weniger ermüdend. Auch jenseits des Arbeitslebens hat ein Setup aus 2 Bildschirmen nur Vorteile. Sei es für Video- oder Bildbearbeitung, Gaming, Internetrecherche oder was auch immer. Kaum ein Bereich, in dem es nicht vorteilhafter, effektiver oder schneller wäre, wenn du mehrere Monitore hättest.

Klingt zu schön, um wahr zu sein? Im Gegenteil! So ein Setup ist gar nicht kompliziert umzusetzen, wenn du ein paar wenige Kleinigkeiten beachtest.

Nur identische Monitore verwenden

Dell_AIO-titleDie erste Empfehlung ist zugleich die wichtigste: Verwende nur baugleiche Monitore für dein Multiscreen-Setup. Rein technisch mag es zwar auch möglich sein, unterschiedliche Bildschirme gemeinsam zu verwenden, es verursacht aber in der Praxis mehr Ärger, als dass es Nutzen bringen würde. Wenn die Monitore schon nicht unbedingt baugleich sind, so sollten Größe und maximal mögliche Auflösung auf jeden Fall zu 100% übereinstimmen. Der Grund ist einfach: Arbeitest du mit 2 unterschiedlichen Bildschirmen, schlimmstenfalls noch mit 2 unterschiedlichen Auflösungen oder Größen, so muss dein Gehirn diese "Umstellung" bei jedem Blick aufs Neue verarbeiten.

Jeglicher Vorteil bezüglich Ergonomie, Effektivität und Stressfreiheit wäre somit dahin. Im Gegenteil. Dein Gehirn und deine Augen werden zusätzlich belastet, was zu einer deutlich schnelleren Ermüdung führen kann. Zusätzlich kann es passieren, dass dein Gehirn die beiden Monitore nicht mehr als Gesamtbild wahrnimmt, sondern als 2 unabhängige Einzelbilder. Der Effekt wäre dann der selbe, als wenn du vor 2 nebeneinander stehenden Rechnern sitzen würdest, an Stelle von einem Rechner mit einem erweiterten Bild.

Verwende immer nur 2 exakt baugleiche Monitore und stelle sie auf die exakt gleiche Auflösung, Kontrast und Helligkeit ein, um den besten Effekt zu erzielen.

Nur digitale Anschlüsse verwenden

Die meisten modernen Monitore haben heutzutage mehrere mögliche Anschlussmöglichkeiten, um mit einem Rechner verbunden zu werden. Hier musst du natürlich - wie bei einem einzelnen Monitor auch - erst einmal darauf achten, dass der Monitoranschluss auch zu deinem Computer passt. Verwenden solltest du allerdings nur digitale Anschlussmöglichkeiten, also sprich: DVI, HDMI, Displayport, Mini-Displayport, Thunderbolt (Apple) oder auch USB-C.

vgaDer einzige analoge Anschluss, der heute noch breite Verwendung findet, ist der VGA-Anschluss, erkennbar an dem meist blauen Stecker.

Wenn du mehr über die 4 heute gängigsten Bildschirmanschlüsse wissen willst, dann empfehlen wir dir unseren Artikel 4 Bildschirmanschlüsse im Vergleich.

Ansonsten gilt die Faustregel:

Je moderner der Anschluss, desto besser, aber Hauptsache digital

Dabei müssen die beiden Anschlüsse nicht einmal zwingend identisch sein. Natürlich ist es wie so oft auch hier besser, auf 2 identische Techniken zurück zu greifen. Schlimmstenfalls kann es sonst dazu kommen, dass ein identisches Bild auf beiden Monitoren leicht anders dargestellt wird, dies kannst du aber via Monitoreinstellungen relativ leicht beheben. Stichwort: Farbtemperatur, Helligkeit und Kontrast.

Wie auch immer du dich entscheidest, eines braucht dein Computer zwingend: 2 Bildschirmausgänge an der Grafikkarte. Verfügt dein Rechner bzw. deine Grafikkarte nur über einen Ausgang, dann bleibt dir nur entweder die Anschaffung einer neuen Grafikkarte, oder der Neukauf von 2 Monitoren, die sogenanntes Daisy-Chaining unterstützen. Unter Daisy-Chaining versteht man die direkte Verbindung zweier Monitore untereinander, wodurch nur einer der beiden mit dem PC verbunden ist. Entsprechende Monitore sind leider im Anschaffungspreis noch sehr teuer.

Einstellung über Windows kinderleicht

Die eigentliche Einstellung geschieht dann direkt über Windows 10 und ist kinderleicht. Wichtig dabei ist, dass du beide Monitore bei ausgeschaltetem Rechner anschließt, einschaltest und dann erst deinen Rechner startest. In den meisten Fällen erkennt dein Windows dann automatisch an welchem Anschluss welcher Monitor verbunden ist und konfiguriert sich selbstständig.

Bist du mit der Konfiguration nicht einverstanden, dann genügt ein Rechtsklick auf dein Desktop sowie ein Linksklick auf "Anzeigeeinstellungen", um das Menü zu öffnen. Hier kannst du die beiden Bildschirme beliebig verschieben und nach deinen Wünschen im Raum anordnen. Ein Klick auf "Anwenden" am Ende führt dazu, dass die Einstellungen wie gewünscht übernommen werden.

2_bildschirme_erkennungScrollst du in dem Fenster ganz nach unten, so kannst du noch einstellen, in welcher Form die Anzeige des markierten Monitors (in unserem Fall Monitor 1) dargestellt werden soll.

2_bildschirme_erkennung2Am Besten spielst du hier etwas mit den angebotenen Möglichkeiten, um das für dich ideale Setup herauszufinden.

Fazit: Einfacher als gedacht

Willst du 2 Monitore mit deinem Rechner verbinden, dann gestaltet sich dies einfacher als zunächst vielleicht vermutet, sofern du die oben genannten Punkte beachtest. Also am Besten 2 baugleiche Monitore, 2 identische Anschlüsse und 2 Mal identische Einstellungen. Den Rest erledigt Windows 10 (fast) von ganz alleine.

Titelbild: © Pixabay
Bilder: © Pixabay / ESM-Computer GmbH

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