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5 Alternativen zur Suchmaschine Google

5 Alternativen zur Suchmaschine Google

5 clevere Alternativen zur Google-Suche

Wenn du heutzutage im Internet nach etwas suchen willst, dann landest du fast schon automatisch bei Google. Die Internet-Suchmaschine des gleichnamigen US-amerikanischen Unternehmens Google LLC gilt bei weltweiten Suchanfragen als unbestrittener Marktführer unter den Internet-Suchmaschinen, die Mutterseite google.com als die meistbesuchte Website der Welt.

Die Redewendung "nach etwas googeln" hat sich innerhalb der letzten Jahre zu einem Synonym für "etwas im Internet suchen" entwickelt. Diese Tatsache zeigt recht gut, welchen Stellenwert die Suchmaschine für unseren täglichen Internetgebrauch besitzt. Seit dem Jahr 2004 besitzt das Wort "googeln" sogar einen eigenen Eintrag im Duden. (Bild: www.duden.de)

Dabei existieren neben dem Platzhirsch noch etliche andere Suchmaschinen, die dir ebenfalls die gesuchten Ergebnisse liefern können, und das teilweise sogar noch besser.

Die Zielsetzung dieser Google-Konkurrenten ist dabei so vielfältig wie deren Suchergebnisse. Die Einen setzen vor allem auf anonymisiertes Suchen und Nicht-Nachverfolgbarkeit der User, die Anderen richten sich speziell an Kinder, oder haben sich einen grünen Anstrich verpasst und pflanzen für jede Suchanfrage Bäume im Regenwald.

Es kann also auf jeden Fall lohnenswert sein, den alternativen Suchmaschinen eine Chance zu geben. Und sei es nur, um als angenehmen Nebeneffekt die Marktmacht von Google bei höherer Nutzung von alternativen Suchmaschinen etwas abzuschwächen. Aber auch du als User kannst einen direkten Mehrwert durch die Nutzung alternativer Suchmaschinen gewinnen. So kannst du zum Beispiel um Einiges anonymer im Internet surfen oder durch deine Suche im Internet sogar Bäume pflanzen. Glaubst du nicht? Dann lass dich überraschen!

Wir stellen dir heute die 5 cleversten deutschsprachigen Alternativen zu Google vor.

Die Kämpferische: Bing

Die Suchmaschine "Bing" ist Microsofts direkte Antwort und der Generalangriff auf die Vorherrschaft von Google. In der ersten Version schon seit dem Jahr 2009 auf dem Markt, gehört Bing mittlerweile zur Standardsuchmaschine in Microsofts neuem Internet-Browser "Edge". Da Edge wiederum der Standardbrowser von Windows 10 ist, versucht Microsoft auf diese Art, eine schnelle und flächendeckende Verbreitung sicherzustellen und so die Vorherrschaft von Google einzudämmen.

Aktuell rangiert Bing mit ca. 6,5% Marktanteil immerhin auf Rang 2 unter den Suchmaschinen und liefert dabei ganz ähnliche Ergebnisse wie Konkurrent Google. Auch in puncto Daten-Sammelwut sind die beiden Erzkonkurrenten durchaus vergleichbar. Microsoft gab schon immer unumwunden zu, alle Infos, die bei der Nutzung von Microsoft-Produkten anfallen, zu sammeln. Da macht natürlich auch die Microsoft-eigene Suchmaschine keine Ausnahme.

Willst du dies nicht, so musst du die entsprechenden Optionen händisch einstellen bzw. die gesammelten Daten manuell löschen.

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Die Traditionelle: Yahoo

In den 90er Jahren noch unbestritten der größte Suchmaschinenbetreiber überhaupt, ist mittlerweile vom Glanz vergangener Tage nicht mehr allzu viel übrig geblieben. Betrachtet man den Marktanteil, so liegt Yahoo mittlerweile mit 1,7% weit abgeschlagen auf Rang 3 hinter Google und Bing.

In den letzten Jahren durch mehrere Datenskandale gebeutelt, kooperierte Yahoo mit den Firmen Microsoft, Twitter und Alibaba, oder vollzog die Übernahme der Blogging-Plattform Tumblr. Alle diese Schritte führten aber nicht zu nennenswertem wirtschaftlichen Erfolg, so dass im Jahre 2016 schließlich die die Übernahme durch Verizon erfolgte.

Seitdem firmieren Yahoo und AOL gemeinsam unter dem Namen Oath. Mittlerweile ist Yahoo mehr eine Plattform, als eine reine Suchmaschine, welche Facebook-Inhalte integriert und in puncto Suche auf Microsofts Techniken und Ergebnisse setzt.

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Die Ökologische: Ecosia

Die Suchmaschine Ecosia mit Firmensitz in Berlin wurde 2009 gegründet und ist an und für sich eine ganz normale Suchmaschine wie soviele andere auch.

Wäre da nicht ein kleiner aber entscheidender Unterschied: Die Einnahmen aus den Suchanzeigen verwendet Ecosia zum Teil dafür, um Bäume in Burkina Faso zu pflanzen, sowie dortige Entwicklungsprojekte zu unterstützen.

Die Ergebnisse und Anzeigen stammen dagegen allesamt direkt von Yahoo. Laut eigener Aussage legt die Suchmaschine ebenfalls größten Wert auf den Schutz deiner Privatsphäre. "Wir respektieren deine Privatsphäre: Im Gegensatz zu den meisten anderen Suchmaschinen verkaufen wir deine Daten nicht an Werbeträger und wir verwenden keine Tracker von Drittanbietern.", so die Betreiber auf der eigenen Homepage.

Hier geht's direkt zu Ecosia

Die Anonyme Amerikanerin: Duckduckgo

Einer der Hauptgründe, welcher gegen die Verwendung einer der großen Suchmaschinen spricht, dürfte zweifelsohne der Datenschutz sein. Suchanfragen mit Datum und Uhrzeit, IP-Adresse, Browsertyp, Betriebssystem und Provider sind verständlicherweise nicht jedermanns Sache. Dabei sind dies auch nur einige der Infos, die Suchmaschinenanbieter ganz gerne von Ihren Usern abspeichern. Was laut Suchmaschinenbetreibern immer nur der sogenannten Verbesserung des Sucherlebnisses dienen soll, entpuppt sich nicht selten als regelrechte Datenkrake.

Es gibt jedoch auch Suchmaschinen, bei denen die Sicherheit deiner persönlichen Daten großgeschrieben wird. Die - zumindest unter Linux-Usern - bekannteste davon dürfte Duckduckgo sein.

Hier handelt es sich genau genommen nicht um eine eigenständige Suchmaschine, sondern um eine sogenannte Metasuchmaschine. Deine Suchanfragen werden also an mehrere andere Suchmaschinen gleichzeitig weitergeleitet und die Ergebnisse am Ende dann gesammelt, aufbereitet und angezeigt. Um die versprochene Anonymität zu gewährleisten, wird bei der Suche selbst das Anonymisierungsnetzwerk Tor benutzt. Besonders erfreulich: Die Werbung kannst du in den Einstellungen komplett deaktivieren

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Die Anonyme Europäerin: Unbubble

Bei Unbubble handelt es sich ebenfalls um eine Metasuchmaschine. Das heißt, auch hier werden keine eigenen Suchalgorithmen verwendet, sondern es wird auf bereits bestehende Ergebnisse anderer Maschinen zugegriffen. Wie DuckDuckGo behauptet auch Unbubble von sich, keinerlei Nutzerdaten zu sammeln, zu speichern oder gar weiter zu geben. Im Gegensatz zur amerikanischen Variante stehen hier die Server jedoch ausschließlich in Deutschland und nach der Darstellung auf der eigenen Webseite in einem speziellen Hochsicherheits-Serverzentrum, welches zudem ausschließlich mit Ökostrom betrieben wird. Hier hat man sich eigens den Slogan "Schützt Umwelt und Privatsphäre" ausgedacht.

Weiterhin wird ausdrücklich betont, dass Unbubble neutrale Suchergebnisse liefert: "Unbubble informiert neutral und unabhängig. Durch die intelligente Mischung verschiedener Suchergebnisse verzerren keine geheimen Filter die Suchergebnisse. Mit neutralen Informationen fällen Sie ab sofort Ihre eigenen Entscheidungen."

Hier geht's direkt zu Unbubble

...es gibt noch viele mehr

Soweit unsere kleine Auswahl der 5 - unserer Meinung nach - cleversten Google-Alternativen. Es gibt in den Weiten des Internets aber natürlich noch zahllose andere Suchmaschinen. Welche würdest du empfehlen? Welche Suchmaschine benutzt du regelmäßig? Lass es uns wissen!

 

Titelbild: © warmworld - Fotolia.com
Quellen: eigene Recherche / bing.com / yahoo.de / ecosia.org / duckduckgo.com / unbubble.eu

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