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Treiber-Probleme in Win 10 lösen – so geht’s

Treiber-Probleme in Win 10 lösen – so geht’s

Treiber-Probleme in Windows 10 lösen - so geht's

Fehlermeldungen, Abstürze, Bluescreens, instabile Anwendungen, schlecht oder gar nicht laufende Peripheriegeräte. Jeder, der tagtäglich mit Computern umgeht, kann davon in der Regel ein Lied singen. Doch kein Grund zur Panik, meistens ist nur eine Kleinigkeit Schuld an dem ganzen Schlamassel, nämlich ein fehlender oder fehlerhafter Treiber. Auch bei unserer täglichen Supportarbeit stellen wir dies immer wieder fest.

Treiber-Probleme äußern sich auf vielfältige Weise. Bei Problemen des Grafikkartentreibers kann es zu Bildfehlern oder mangelhafter Grafikleistung kommen. Bei anderen Treibern besteht die Gefahr, dass das Gerät nicht korrekt oder überhaupt nicht funktioniert. Die Leistung des Betriebssystems und dessen Stabilität leidet am meisten unter veralteten oder fehlerhaften Treibern.

Was ist ein Treiber?

Ein Treiber (englisch: Driver) ist ein Computerprogramm, das die Interaktion des PC-Systems mit angeschlossenen Geräten (zum Beispiel Druckern) steuert.

Zu diesem Zweck kommuniziert der Treiber direkt mit dem Gerät und tauscht Steuersignale und Daten mit diesem aus. Zudem bietet er dem Betriebssystem eine genormte Schnittstelle zur Kommunikation mit dem angeschlossenen Gerät, so dass dieses konkrete Gerät auf die gleiche Art und Weise angesprochen werden kann, wie gleichartige Geräte anderer Hersteller.

Um bei dem Beispiel Drucker zu bleiben: Es ist also unerheblich, welcher Drucker an den PC angeschlossen wird, so lange der passende Treiber installiert wurde, kann dein PC mit jedem Drucker dieser Welt problemlos kommunizieren. Ohne passenden Treiber ist jede Hardwarekomponente nutzlos, die nicht direkt autonom arbeitet.

Treiber installieren / aktualisieren

Um Windows 10 optimal zu betreiben und potentielle Fehlerquellen von vornherein auszuschließen, solltest du also immer alle nötigen Treiber auf deinem Rechner installiert haben. Idealerweise hältst du alle installierten Treiber zudem möglichst aktuell. Doch wie findest du fehlende Treiber heraus? Das Tool der Wahl heißt Gerätemanager und ist bereits Bestandteil einer jeden Windows-Installation.

Den Gerätemanager öffnest du ganz einfach über einen simplen Rechtsklick auf die Startschaltfläche von Windows 10. Im sich öffnenden Kontext-Menü erscheint dann schon der entsprechende Eintrag "Geräte-Manager".

Schritt 1: fehlende Treiber identifizieren

Fehlen auf deinem System noch Treiber, so erkennst du das bereits auf den ersten Blick am gelben Warnsymbol vor dem betroffenen Gerät. Im einfachsten Fall genügt hier schon ein kurzer Rechtsklick sowie ein Klick auf "Treiber aktualisieren", um entweder deinen PC oder das Internet nach den neuesten Treibern zu durchsuchen und diese bei Bedarf zu installieren.

treiber-details01Häufig wird aber nur ein "unbekanntes Gerät" mit dem Warnsymbol gekennzeichnet, und du musst erst einmal herausfinden, um welches Gerät es sich konkret handelt. Hierzu rufst du die Eigenschaften des unbekannten Gerätes auf, für das kein Treiber gefunden wurde (Rechtsklick => Eigenschaften). Danach wechselst du auf die Registerkarte "Details" und wählst dort im Drop-Down-Menü den Eintrag "Hardware-IDs".  Den obersten Wert kopierst du in die Zwischenablage (Strg+C) und fügst ihn anschließend in das Suchfeld der Suchmaschine deiner Wahl ein.

In den meisten Fällen bekommst du dadurch einen Hinweis, um welches Gerät es sich handelt.

Schritt 2: Systemwiederherstellungspunkt erstellen

Immer, wenn du die Treiber auf deinem Rechner aktualisieren willst, solltest du vorher eine Datensicherung durchführen. Die Installation neuer Treiber birgt immer auch gewisse Risiken, vor allem dann, wenn du mehrere Treiber aktualisieren möchtest. Neben einem Absturz von Windows besteht auch die Gefahr, dass einige Programme vielleicht doch nicht mit dem neuen Treiber kompatibel sind. Vielleicht ist der neue Treiber auch einfach doch nicht so leistungsstark, wie sein Vorgänger.

Eine Datensicherung - bzw. ein neuer Systemwiederherstellungspunkt - ist also nie verkehrt. Diesen erstellst du dir ganz einfach:

Öffne die Systemsteuerung, in dem du nach Klick auf die Startschaltfläche von Windows einfach das Wort "Systemsteuerung"  eintippst und danach die entsprechende App auswählst. Klicke anschließend auf "System und Sicherheit" sowie auf "System" und wähle anschließend "Computerschutz" am linken Rand aus.

Schritt 3: Treiber herunterladen und installieren

Option 1: manuell

Der nächste Schritt bei der Treiberinstallation führt immer auf die Internetseite des Herstellers des entsprechenden Gerätes. Je nach Hersteller sieht das Menü leicht unterschiedlich aus, aber so gut wie immer gibt es irgendwo eine Rubrik "Service", "Support", oder "Downloads". Dort kannst du dir - nach Eingabe des gesuchten Gerätes sowie des Betriebssystems - dann die benötigten Treiberdateien herunterladen.

Eine Übersicht und Linkliste der gängisten Herstellerseiten findest du auch in unserer Support-Rubrik unter "Treiberdatenbank".

Option 2: automatisch

Die meisten Hersteller von professionellen Businessgeräten, so auch von unseren gebrauchten Notebooks und PCs bieten einen ziemlich einfachen Weg der Treiber-Aktualisierung mit Hilfe eines kleinen Tools an. Nachfolgend findest du die Links zu den Tools der entsprechenden Hersteller.

Probleme nach der Installation beheben

Wenn Windows nach einer Treiberaktualisierung nicht mehr startet, oder sonst etwas schief gelaufen ist, dann helfen die integrierten Computerreparaturoptionen von Windows 10. Nach dem Aufruf der erweiterten Startoptionen stehen dir mehrere verschiedene Funktionen zur Verfügung.

Zu diesen Optionen gelangst du zum Beispiel, wenn du beim Starten des Rechners die (F8)-Taste drückst, oder deinen Rechner 3-4 Mal in Folge ausschaltest und gleich danach wieder neu startest.

Der abgesicherten Modus startet Windows in einem eingeschränkten Zustand, und lädt dabei lediglich die absolut notwendigsten Treiber. Ist Windows dann hochgefahren, hast du Zugriff auf deinen zuvor erstellten Systemwiederherstellungspunkt und kannst damit dein System wieder in seinen Ursprungszustand zurück versetzen.

 

Titelbild: © relif - stock.adobe.com
Bilder: © ESM-Computer Gmbh

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