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Erfahrungen mit gebrauchten Notebooks

Erfahrungen mit gebrauchten Notebooks

Der Markt für Gebraucht IT-Hardware wächst, doch viele Meinungen hierzu bewegen sich immer noch im misstrauischen Bereich. Deshalb möchten wir hier einmal mit Beispielen, Positiven, negativen Erlebnissen, sowie unterschieden zwischen gewerblichen (Refurbishern) und privaten Gebrauchthändlern zur Aufklärung beitragen und einige Sorgen, wie Bedenken entkräften. Wir werden hierzu auch eine Handvoll Kundenbewertungen unseres Onlineshops für Refurbished IT-Hardware, ESM-Computer, heranziehen.

Warum gebrauchte Hardware?

Vorab stellt sich natürlich die Frage warum überhaupt gebraucht bzw. refurbished kaufen? Diese lässt sich recht einfach beantworten: Leistungsfähige Computer und Notebooks zum Bruchteil des Neuanschaffungspreises.

Zweitens ist der Umweltaspekt noch sehr interessant, statt noch voll funktionsfähige Geräte zu verschrotten, kann man diese oft noch problemlos bis zu 10 Jahre nutzen. So schont man die Umwelt und unsere kostbaren Ressourcen, denn je mehr wir bis zum endgültigen Hardwareversagen nutzen, desto weniger Neuware muss tatsächlich produziert werden. Damit ermöglicht man einen besseren Recyclingkreislauf, dem weniger neue Ressourcen hinzugefügt werden müssen.

Zum Kostenpunkt möchte ich das ganze mit einer Tabelle veranschaulichen, denn der Wertverfall von Hardware ist massiv. Ein für knapp 1.000,00 € gekauftes Notebook ist 4 Jahre später somit nur noch 125,00 € wert. Die Technik entwickelt sich in einem massiv ansteigendem Tempo weiter, gefühlt kommen im Wochentakt neue Prozessoren auf den Markt, alle 6-12 Monate eine komplett neue Generation an Grafikkarten und bestehendes wird weiter optimiert.

Modell

Neupreis ca.

Gebrauchtpreis

Ersparnis ca.

Lenovo Thinkpad T440p

€ 1.500 - € 2.000

€ 269

82 %

HP Elitebook 840 G2

€ 1.500

€ 359

76 %

Dell Precision M4800

€ 2.600

€ 649

75 %

Fujitsu Lifebook E746

€ 1.200

€ 459

62 %

Man sieht hier also sehr gut, dass gebrauchte Hardware deutlich günstiger als Neuware ist und dabei auch immer noch konkurrenzfähige Ausstattung aufweist. Man ist Leistungsseitig natürlich nicht ganz vorne an der Speerspitze mit dabei, das muss man aber auch nicht. Wozu der neueste Prozessor, wenn es auch ein älterer macht, man keinen Unterschied in normalen Anwendungen merkt und sich zusätzlich noch eine Menge Geld spart?

Unterschied Private und gewerbliche Gebrauchthändler (Refurbisher)

Mittlere Kundenbewertung 840 G3

Fehler passieren. Hier wurde der Akku nicht überprüft. Das Problem konnte aber durch unseren Support gelöst werden.

Negative Bewertung Screenshot

B-Ware Notebook mit Kratzspuren auf dem Gehäuse

 

 

 

 

 

 

 

Privathändler

Dann gehen wir doch einfach mal auf die Unterschiede ein, denn diese sind beim Kauf auch sehr wichtig. Bei privaten Käufen von Laptops, Computern etc. bekommt man zumeist schlicht und ergreifend ein gebrauchtes Consumer Gerät im Ist-Zustand. So wie es halt ist, genutzt wurde. Das ist schon oft eine Sache, welche sich als Enttäuschung entpuppen kann, da man hier keine Gewährleistungsansprüche hat und nicht weiß wie gut das Gerät letztlich funktioniert. Eventuell wurde in der Nähe des Computers geraucht, das Gerät nicht gereinigt und es ist Consumergerät. Diese sind selten auf Langlebigkeit und einfache Wartung ausgelegt, sondern eher auf eine solide Leistung von ca. 3 bis max. 5 Jahren. Hier soll keineswegs der Privatkauf der Hardware schlechtgeredet werden, allerdings ist es allein bei der Bauweise bedenklich ob man mit solch einem Gerät noch lange glücklich wird. Sollte hier auch mal was kaputt gehen, ist es – sofern überhaupt möglich – eine komplizierte Angelegenheit Komponenten zu ersetzen.

Refurbisher

Refurbisher dagegen haben andere Ansichten. So gibt es hier oft nicht nur die gesetzliche Gewährleistung, sondern auch eine eigene Garantie von Händlern auf die Geräte. Somit wollen sich die Refurbisher klar abgrenzen, von der eigenen Qualität überzeugen und im Falle eines Mangels den Kunden unkomplizierte Hilfe, Lösung und Sicherheit bieten. Außerdem werden die Geräte im Refurbishing-Prozess wieder auf Kurs gebracht. Abgesehen davon, dass Refurbisher zu einem großen Teil keine Consumer-, sondern nur Rechner in Businessqualität vertreiben, welche als Leasingrückläufer angekauft werden und auf Grund der speziellen Qualitäts- und Leistungsanforderungen anders aufgebaut und deutlich langlebiger sind. Man testet dennoch die Business-Gebrauchtgeräte. Kaputte Komponenten wie Tastaturen, Festplatten, RAM-Speicher, etc. werden dann hierbei ermittelt und ausgetauscht und vor Versand werden jene noch einmal neu installiert und gereinigt. Somit kommen beim Kunden nicht nur hochwertige und geprüfte Geräte an, sondern es ist auch gewährleistet, dass man als Kunde in einem Problemfall nicht alleine dasteht, sondern mit Hilfe und Lösung rechnen kann.

Worauf sollte ich beim Kauf von refurbished / Gebrauchtware achten?

Screenshot Kundenbewertung 830 G5

Kunde erhielt wohl eine sehr gute B-Ware und lobt unseren Support

Screenshot Kundenbewertung 820 G2

Positive Bewertung eines Kunden nach erfolgreicher Reklamationsbearbeitung

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Beschreibung. Viele achten nur auf die Bilder, welche allerdings häufig nicht sehr aussagend sind, da es mehr Beispielbilder sind. Unbedingt die Beschreibung genau lesen und falls immer noch Unklarheiten bestehen den Händler kontaktieren! Wichtig ist auch nicht einfach von gewissen Lieferumfängen ausgehen, sondern nachlesen. Während ein Händler Notebooks bspw. mit einer analogen Maus liefert, gibt es diese bei einem anderen Händler nur als kostenpflichtige Zusatzoption. Definitiv ebenfalls zu beachten ist, dass in Onlineshops auch oft ein „Zustand“ aufgeführt ist, welcher etwaige Beschädigungen naher ausführt und ein „böses Erwachen“ vermeiden kann. Bei Privatkäufern ist es besonders wichtig sich über Zustand, Funktion und Lieferumfang zu informieren, da hier überwiegend ein Ausschluss der Gewährleistung vermerkt ist. Bei refurbish-Händlern ist dagegen alles meist sehr detailliert aufgeführt.

Fazit

Augen auf beim Gebrauchtkauf! Am sichersten fährt man mit aufmerksamen studieren des Angebots und Nachfragen beim Verkäufer! Wenn man dies macht, kann man ohne viel falsch zu machen sowohl bei privaten Gebrauchthändlern, als auch gewerblichen Refurbisher gute Preise für Spitzenhardware erwerben.

 

Titelbild: © Pixabay

Bilder: eigene Screenshots, Kundenbewertungen, © ESM-Computer GmbH

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Comments

  1. HI,

    ich habe kein Problem mit gebrauchten Laptops. Im Gegenteil. Sollte der Laptop wirklich noch gut erhalten sein, hat man einen echten Schnapper gemacht. Finde ich toll.

    Beste Grüße
    Wengenroth

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