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nVidia limitiert Mining Kapazität bei Grafikkarten

nVidia limitiert Mining Kapazität bei Grafikkarten

nVidia begrenzt Mining Kapazität bei Grafikkarten

Es hat nun vermutlich jeder mitbekommen, Grafikkarten sind aktuell immer noch Mangelware und hoch im Kurs. Sowohl nVidia als auch die Konkurrenz, AMD, haben die neuen Grafikkarten vorgestellt. Diese waren – und sind immer noch so ziemlich überall ausverkauft. Ein großer Faktor hierbei waren die sogenannten „Miner“, welche die Grafikkarten im großen Stil gekauft haben um Kryptowährungen mit der Leistung zu ergattern. Die Gamer sind – und viele andere – sind wütend, doch nVidia zieht nun Konsequenzen.

Grafikkarte Beispielbild

Markt leergefegt

Es war ein glorreicher Anfang – und genau dann auch wieder vorbei. nVidia brachte die 30er Reihe raus und alle freuten sich über die angestiegene Leistung, die Benchmarks. Die Grafikkarten kamen dann auch zum geplanten Termin auf den Markt, doch der Ansturm war einfach zu groß. Binnen Minuten waren auf allen Plattformen sämtlich Angebote restlos ausverkauft, doch viele Privatkunden schauten in die Röhre. Warum? Bots waren schneller. Hierbei haben Privatpersonen und auch Firmen mit Hilfe von automatisierten Skripten die Märkte leergekauft. Manche bieten die erbeuteten Grafikkarten mittlerweile zu sehr hohen Preisen auf eBay und ähnlichen Marktplätzen an, ein signifikanter Teil ist allerdings in die Krypto-Farmen geflossen. Zum Ärger der Gamer, doch nVidia will jetzt reagieren.

Neue Grafikkarten speziell für Miner

Der grüne Grafikkartengigant möchte nun eine weitere Kategorie für Visualisierungskarten einführen: CMP (Crypto Mining Processor). Karten, die einzig und allein darauf ausgelegt sind, Kryptowährungen zu „farmen“. Diese Karten sind ausdrücklich nicht (!) für andere Aufgaben geeignet und sollen somit den Krypto-Markt bedienen. So gesehen eine Win-Win Situation. nVidia stillt den Hunger der Miner und Gamer, Bastler etc können wie gewohnt die anderen Produkte wie RTX kaufen. Es klingt wie der einzig logische Schritt um alle Parteien zufrieden zu stellen, sofern die Nachfrage bedient werden kann. Doch was ist mit den aktuellen Karten? Diese werden wohl „gezwungen“ wieder in den Markt gespült, denn auch hierfür hat die Firma mit dem grünen Logo einen Plan.

Bisherige RTX-Karten verlieren an Mining-Leistung

Hände auf Notebook mit Daten

nVidia möchte nicht nur neue Grafikkarten auf den Markt bringen, sondern die alten für Miner unattraktiv machen. So möchte man mit einer Limitierung der Leistung um 50%, sobald eine Miningsoftware erkannt wurde, dafür sorgen, dass die aufgekauften Modelle für Kryptofarmen auf Grund der mangelnden Leistung nicht mehr interessant sind und gebraucht wieder in den Markt fließen. So zumindest der Plan.

Erfolg steht aus

Trotz diesen geplanten Maßnahmen bleibt es sehr fragwürdig ob das ganze in der Praxis auch den Gamern zu Gute kommt. Bei einer Softwareseitigen Verriegelung der RTX-Karten im Miningsegment wird es vermutlich nicht lange dauern, bis eigene Programmierer diese aushebeln und nVidias Maßnahme somit obsolet macht.

 

Titelbild, Bilder: © Pixabay 

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