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Steuer-Tipp: Einfach den Computer absetzen

Steuer-Tipp: Einfach den Computer absetzen

Steuer-Tipp: Einfach mal den Computer absetzen…

Alle Jahre wieder ist nicht nur Weihnachten, alle Jahre wieder steht auch die Steuererklärung an.

Für viele ist das nicht nur ein lästiges sondern mitunter auch ein ziemlich frustrierendes Unterfangen. Das Gefühl, im Vorjahr zu viel Geld an das Finanzamt abgeführt zu haben, dürfte in den allermeisten Fällen dominieren. Gut zu wissen deshalb, dass du nicht nur die Aufwendungen für die Fahrt zur Arbeit sondern auch die Anschaffungskosten deines Computers – egal ob neu oder gebraucht gekauft – von der Steuer absetzen kannst. Wir verraten dir in unserem heutigen Artikel, wie das geht.

Computer absetzen bei beruflicher Nutzung

Die Deutschen kaufen jährlich über 10 Millionen Computer. Auf die damit verbundene Entsorgungsproblematik sind wir schon einmal im Artikel "Was tun mit alter Hardware?" eingegangen. Auch haben wir uns schon hinreichend damit beschäftigt, warum vor diesem Hintergrund der Kauf gebrauchter Hardware besonders sinnvoll ist (Siehe: "4 Gründe, die für gebrauchte Hardware sprechen").

Mehr als die Hälfte dieser Computer – nämlich rund 60 Prozent – stehen in Privathaushalten. Dass überwiegend Endverbraucher zu Laptop und Co. greifen, bedeutet aber keinesfalls, dass jeder Rechner auf dem heimischen Schreibtisch ausschließlich für persönliche Zwecke verwendet wird. Häufig verbreitet ist eine Mischform aus privater und beruflicher Nutzung.

Wird ein Computer mindestens zu 90 Prozent beruflich genutzt, können die Anschaffungskosten vollumfänglich von der Steuer abgesetzt werden. Liegt eine Mischform des Gebrauchs vor, können die Kosten anteilig angegeben werden.

Berechnung erfolgt oft über Pauschale

Computer absetzen 01Nun ist die genaue prozentuale des Aufteilung privaten und beruflichen Gebrauchs des Computers oftmals unmöglich. Daher gehen Finanzämter, wenn die Anteile nicht genau beziffert werden können, bei der Steuererklärung pauschal von einer hälftigen Aufteilung der Kosten aus. Also sprich: 50/50.

Allerdings musst du dem Finanzamt glaubhaft machen können, dass du deinen Heim-Rechner nicht nur in unwesentlichem Maße beruflich benutzt. Wenn du also einen Computer ausschließlich privat benutzt und keinen relevanten Bezug zu deiner beruflichen Tätigkeit herstellen kannst, dann gestaltet sich die steuerliche Absetzbarkeit eher schwierig.

Es existieren allerdings keine genauen Vorgaben der Finanzverwaltungen zum Nachweis der beruflichen Nutzung. Es reicht also vollkommen aus, wenn du bei deiner alljährlichen Steuererklärung eine simple Übersicht mit einzelnen Seiten und Links beifügst, die einem deutlichen Zusammenhang mit einer beruflichen Tätigkeit oder Weiterbildung stehen.

Etwas komplizierter wird es lediglich, wenn du mehr als 50 Prozent der Anschaffungskosten deines Computers geltend machen willst. In diesem Fall solltest du, ähnlich wie beim Auto, eine Art PC-Fahrtenbuch führen.

Zusatzgeräte nicht abgesetzbar

Wenn dein Computer preislich unter 410 Euro (Netto-Preis; Stand 2014) lag, kannst du den beruflichen Anteil der Anschaffungskosten noch im Jahr des Kaufs vollumfänglich geltend machen. War der Rechner teurer, ist eine lineare monatsgenaue Abschreibung über einen Zeitraum von drei Jahren vorgesehen. Für jeden einzelnen Monat kannst du dann 1/36 des Kaufpreises als Werbungskosten ansetzen.

Nicht gesondert absetzbar sind allerdings laut Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs die Kosten für Zusatzgeräte wie Monitore, Scanner, externe Festplatten oder Drucker. Dies muss zwingend zusammen mit dem Computer erfolgen.

Titelbild: © BillionPhotos.com – Fotolia.com
Bilder: © LuckyImages – Fotolia.com

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