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Enpass – Der gratis Safe für deine Passwörter

Enpass – Der gratis Safe für deine Passwörter

Enpass - Der gratis Safe für deine Passwörter

Die Menge an Passwörtern wird immer größer

Du kennst das Problem sicher auch.

Der durchschnittlicher Computernutzer besitzt heutzutage eine Vielzahl an Online-Accounts. Angefangen bei diversen Shoppingportalen im Internet, über mehrere Social-Media Plattformen, bis hin zum Zugang fürs Onlinebanking deiner Hausbank.  Willst du dich wirkungsvoll vor Fremdzugriff auf diese ganzen Onlinekonten schützen, so solltest du jeden einzelnen Account sowohl mit einem individuellen Benutzernamen als auch einem separaten Passwort versehen. Damit das Passwort möglichst sicher ist, empfehlen Experten zudem eine Länge aus mindestens 10 Stellen sowie eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen.

Aber wie soll man sich diese Masse an Passwörtern eigentlich noch merken können? Wie erstellt man überhaupt sichere Passwörter, die man sich leicht merken kann? Wie verwaltet man diese an einem zentralen Ort, auf den niemand sonst Zugriff hat?

Die Antworten auf all diese Fragen gibt's heute im neuesten Artikel.

Wie soll man sich das nur alles merken?

Um dem Dilemma der zahllosen Passwörter zu begegnen, verwenden viele Nutzer eine einfache aber hochbrisante Methode: Sie notieren sich die einzelnen Kombinationen aus Nutzernamen und Passwort irgendwo in ihrem direkten Umfeld. Sei es nun auf einem simplen Notizzettel oder als Datei direkt auf dem Rechner, immer ist die Gefahr präsent, dass sich eine andere Person unbefugt Zugang zu den Daten verschaffen könnte und so sämtliche Zugangsdaten perfekt aufbereitet und am besten noch alphabetisch sortiert vorfindet.

Ins Nicht-Digitale übertragen, ist dies also in etwa so sinnvoll, wie wenn du deinen PIN-Code direkt auf der EC-Karte notierst, oder aber als Notizzettel im Geldbeutel mit dir herum trägst. Dabei kostet effektive Datensicherheit weder Geld, noch besonders viel Aufwand. Die Erstellung von sicheren Passwörtern ist bei Leibe kein Hexenwerk und für die Verwaltung gibt es pfiffige Tools.

Simpel & effektiv: Die Satzmethode

Ein datensicheres Passwort besteht laut Experten aus mindestens 10 Zeichen sowie gleichzeitig aus einer Kombination von Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Um dir ein solches Passwort zu erstellen, das du dir auch merken kannst, hilft ein ganz einfacher aber dafür umso effektiverer Trick, den ich selbst gerne anwende. Und zwar denkst du dir einfach einen beliebigen Satz aus, der auch ein paar Zahlen oder sogar ein Datum beinhaltet, der sich aber gleichzeitig auch leicht merken lässt. Zum Beispiel: „Meine Frau Petra habe ich am 01.08.1992 in München geheiratet

Jetzt nimmst du dir ganz einfach die Anfangsbuchstaben des Satzes und zwar sowohl unter Berücksichtigung von Groß- und Kleinschreibung, als auch aller Satzzeichen. Fertig ist dein Passwort. In unserem Fall:  MFPhia01.08.1992iMg

Dieses Passwort wird so leicht niemand knacken können, der den geheimen Satz nicht kennt.

Mit einer normalen Stadardtastatur lassen sich exakt 122 verschiedene Zeichen darstellen (ohne Berücksichtigung von ASCI-Tabellen usw.). Das obige Beispielpasswort besteht insgesamt aus 19 Zeichen. Möchte man nun durch pures Ausprobieren aller denkbaren Kombinationen (sogenanntes Bruteforcing) das Passwort herausfinden, so ergeben sich rein rechnerisch 19 hoch 122 verschiedene Kombinationen, also mehrere zig Milliarden. Hierfür würde selbst ein Großrechner mehrere Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zum Knacken benötigen.

So kommst du also mit einem ganz einfachen Trick an ein absolut sicheres Passwort und hast schon den ersten enormen Schritt hin zu mehr Datensicherheit gemeistert. Einfach aber genial!

Cleverer Helfer: Das Programm Enpass

Das Problem der vielen verschiedenen Passwörter bleibt aber weiterhin bestehen. Es wäre an sich doch eine super Idee, wenn man so etwas wie einen Passwortsafe hätte, der alle Passwörter vollkommen sicher und dennoch so bequem wie möglich verwaltet. Gibts nicht? Gibts doch!

Genau hier kommt nämlich das kleine, kostenlose aber extrem pfiffige Programm „Enpass“ ins Spiel.

Dieser "Passwortsafe" hilft dir schnell und einfach, alle deine Passwörter sicher zu sammeln, an zentraler Stelle auf deinem Rechner zu speichern, und mit wenigen Klicks darauf zuzugreifen. Selbstverständlich erfolgt die Speicherung dabei verschlüsselt, so dass auch wirklich nur du Zugriff auf die sensiblen Dateien hast.

Wie kannst du Enpass bekommen?

Ganz einfach per kostenlosem Download über die eigene Webseite. >> Hier herunterladen << Zur Wahl stehen jeweils eine Windows-, eine macOS, sowie eine Linux-Version des Programms für den Desktopbetrieb sowie entsprechende mobile Programmversionen.

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Daten aller Art sicher verwahrt

Wie bereits erwähnt, speicherst du mit Enpass alle deine Passwörter, Kreditkarten-, Bank- und sonstige persönliche Daten sowie Notizen sicher verschlüsselt (AES-256) lokal auf deinem Computer ab.

Im Gegensatz zu vielen anderen Tools dieser Art, werden keinerlei Daten auf irgendwelchen Servern des Herstellers gespeichert. Hier entfällt also schon von vornherein die – zugegeben recht theoretische – Möglichkeit, dass deine Daten bei der Übertrageung in unverschlüsseltem Zustand von Dritten in irgendeiner Art und Weise abgefangen werden könnten.

Willst du dir Sicherungskopien erstellen? Oder deine Passwörter über mehrere Geräte (etwa PC, Tablet und Smartphone) und Plattformen (Windows, Mac OS und Linux) hinweg synchronisieren? Dann kannst du auch optional einen Cloudspeicher deiner Wahl verwenden.

Bedenke dabei aber, dass – vor allem bei fremdgehosteten Clouds – die Daten letztendlich auf fremden Servern liegen und dort – wenn auch verschlüsselt – zumindest für den Serverbetreiber zugänglich sind.

Nur noch 1 Passwort muss gemerkt werden

Um alle gespeicherten Daten wieder entschlüsseln zu können, benötigst du lediglich dein Masterpasswort, welches du dir besonders gut merken solltest. Dieses Masterpasswort ist sozusagen der Generalschlüssel zu allen anderen Passwörtern, die in Enpass gespeichert sind.

Am Besten erstellst du dir hierfür ein Passwort nach dem oben beschriebenen Muster. Du solltest es dir aber auf alle Fälle immer gut merken können. Gerät es nämlich in Vergessenheit, so gibt es auch seitens des Herstellers keine Möglichkeit, es wieder herzustellen.

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Automatische Prüfung der Passwörter auf Sicherheit

Unter der Rubrik „Passwort kontrollieren“ hast du die Möglichkeit, deine Passwörter allesamt auf schwache, veraltete oder gar mehrfach verwendete Passwörter hin kontrollieren zu lassen.

Enthält ein Passwort beispielsweise weniger als 9 Zeichen, oder nur simple Zahlenkombinationen wie „12345678910“ oder “abcdefg”, werden diese vom Programm sofort als unsicher hervorgehoben. Ebenfalls markiert werden Kombinationen aus Namen und Geburtsjahr wie „Thomas1984“ oder ähnliche Varianten.

Automatische Sperre konfigurierbar

Auch sehr praktisch und zugleich sicher: Die automatische Sperrung nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne der Inaktivität. Damit verhinderst du wirkungsvoll, dass andere Nutzer, die deinen PC nach dir verwenden, sozusagen einen geöffneten Tresor vorfinden., wenn du einmal vergessen solltest, dich abzumelden.

Die entsprechenden Einstellungen verbergen sich unter dem Reiter „Werkzeuge“.

Neben der Sperrung kannst du hier auch eine Zeitspanne für die automatisierte Löschung der Zwischenablage definieren, falls du deine Passwörter lieber per Copy & Paste in die entsprechenden Anwendungen einfügst.

Kleiner Download, volle Multiplattform-Unterstützung

Die Desktop-App von Enpass ist für die Plattformen Windows, Mac OS X sowie Linux verfügbar. Als mobile App ist der Passwort-Manager ebenfalls für alle gängigen Plattformen erhältlich. Hierzu zählen zum Beispiel iPhone und iPad, Android, Windows, sowie Blackberry.

Die Größe der Download-Datei beträgt gerade einmal 30 Megabyte, nach der Installation benötigt Enpass knappe 70 Megabyte Festplattenspeicher. Das Programm sollte also bei den heutigen Systemen kaum merkbar ins Gewicht fallen.

Automatisches Ausfüllen dank Browser-Erweiterungen

Zum automatischen Ausfüllen von Login-Daten im Browser benötigst du noch die entsprechende Browser-Erweiterung. Entsprechende Erweiterungen sind aktuell für die Browser Google Chrome, Mozilla Firefox, Opera und Safari erhältlich und lassen sich jeweils problemlos mit wenigen Klicks aktivieren. Einmal aktiviert verrichtet Enpass zuverlässig seinen Dienst, ohne die Geschwindigkeit des Webbrowsers spürbar negativ zu beeinflussen.

Die entsprechenden Browser-Plugins findest du jeweils direkt im Browsermenü unter “Erweiterungen”.

Sehr anwenderfreundliche Bedienung

Die Installation der App gestaltet sich sehr einfach und anwenderfreundlich. Während dem Installationsprozess musst du lediglich einmal die Lizenzbedingungen akzeptieren, sowie dein Masterpasswort auswählen und eingeben. Nach der Wahl des Masterpassworts ist Enpass bereits startbereit.

In der Sidebar am linken Rand des Programmfensters findest du jederzeit übersichtlich geordnet die verschiedenen Kategorien. Diese kannst du nach Belieben anpassen. Außerdem findest du hier alle Funktionen zur Kontrolle deiner gespeicherten Passwörter.

Rechts oben befinden sich ein Suchfeld sowie Symbole zum Starten des Passwort-Generators und der Synchronisierung. Damit sind die wichtigsten Funktionen leicht auffindbar, lediglich die generellen Einstellungen verstecken sich etwas unter dem Reiter „Werkzeuge“.

Ein cleveres Programm für maximale Sicherheit auf deinem PC

Enpass eignet sich gut für alle Anwender, die ihre Passwörter, diverse persönliche Daten und Dateien mit einem nutzerfreundlichen, kostenlosen Passwort-Manager verwalten und sicher verschlüsselt lokal auf ihrem Rechner speichern möchten. Probiere es doch einfach einmal aus!

 

Titelbild: © Pixabay
Bilder: © ESM-Computer GmbH / Enpass.io

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Comments

  1. Leider habe ich mein master password für enpass vergessen. Wie kann ich alles zurück setzen und ein neues “m pw” vergeben?

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    • Richard Dolp (Admin) - 26. November 2019 at 14:35 - Antworten

      Hallo Frau Flemming.
      Eine Möglichkeit, das Master-Passwort zu resetten, existiert meines Wissens leider nicht.

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