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PC-Überhitzung vermeiden

PC-Überhitzung vermeiden

PC-Überhitzung vermeiden - auch im Hochsommer

Der Sommer naht mal wieder mit riesen Schritten, die ersten heißen Tage haben wir dieses Jahr schon erleben dürfen. Was uns Menschen freut und für ausgelassene Stimmung sorgt, ist für unsere Computer allerdings ein Problem. Vielen Rechnern droht im Sommer der Kollaps durch PC-Überhitzung. Mit ein paar einfachen Tipps & Tricks und etwas Voraussicht kannst du deinen Rechner aber relativ einfach vor dem vorzeitigen Hitzetod bewahren. In unserem alten Blog (vielleicht erinnert sich noch jemand) haben wir uns diesem Thema schon einmal gewidmet.

Leider hat der Artikel den Umzug nicht überstanden - bzw. war einfach zu schlecht, und damit nicht wert, umgezogen zu werden 😉 In leicht abgewandelter und erweiterter Form kommen hier also noch einmal unsere 12 verblüffend einfache Tipps & Tricks gegen PC-Überhitzung für dich, die im Alltag nur zu gerne vergessen werden. Bei konsequenter Beachtung dieser Tipps meistert dein Rechner auch Temperaturen weit oberhalb der 30-Grad-Marke und ist für jeden Sommer bestens gerüstet.

Tipp 1: Laufwerke nicht zu eng einbauen

Auch optische Laufwerke und / oder Festplatten erzeugen sehr viel Abwärme. Achte deshalb beim Einbau darauf, zwischen diesen Bauteilen einen ausreichend großen Abstand zu lassen, so dass die Luft zwischen den Komponenten ungehindert hindurch strömen kann.

Tipp 2: Platz zwischen PCI-Slots lassen

Selbiges gilt auch für die PCI-Slots auf deinem Mainboard. Vor allem Grafikkarten belegen diesen Slot und erzeugen gleichzeitig einen Großteil der Abwärme des gesamten Systems. Hier belegst du besser nur jeden zweiten Slot und lässt zwischen einzelnen Erweiterungskarten ausreichend freien Platz für die Luftzirkulation.

Tipp 3: Luft zum Atmen I

Stelle deinen (Tower- oder Desktop-) PC nicht direkt an die Wand oder an den Fuß deines Schreibtisches. Halte mindestens 50 cm Abstand zwischen Wand und PC-Rückseite. Nur so kann die warme Abluft problemlos aus dem Gehäuse befördert werden und frei nach hinten entweichen. Für Laptops gilt prinzipiell dasselbe. Hier sind die Lüfterauslässe meist auf der Seite oder hinten am Gerät angebracht und sollten ebenfalls nicht verdeckt oder blockiert werden, so dass die warme Abluft jederzeit frei entweichen kann.

Tipp 4: Luft zum Atmen II

Gleiches wie oben gilt auch für die Frontseite deines Towers / Desktops bzw. für die Unterseite deines Laptops. Hier befinden sich die Lufteinlässe, über die dein Gerät frische Kaltluft ansaugt. Zusammen mit dem Abtransport der warmen Luft wird so ein steter Luftstrom durch das Gerät gewährleistet, der sämtliche Komponenten ständig mit kühlender Luft versorgt. Die beliebte Sitte, den Laptop auf dem Schoß oder auf der Bettdecke zu platzieren, ist hier also eher kontraproduktiv.

Tipp 5: Gehäuse schließen

Immer noch ein weit verbreiteter Irrglaube: Wird es dem PC zu heiß, dann hilft ein Öffnen der Seitenwand. Das genaue Gegenteil ist der Fall! Nur ein korrekt (und dicht) verschlossenes Gehäuse gewährleistet einen einwandfreien Luftstrom (Fachbegriff: "Airflow") und damit eine optimale Kühlung aller Komponenten.

Tipp 6: Kabelsalat beseitigen

Auch ein unaufgeräumtes Innenleben kann schnell zum vorzeitigen Hitzekollaps deines Rechners führen. Halte mit Hilfe von Kabelbindern oder modularen Netzteilen stets Ordnung im Inneren deines PCs und versuche, jeglichen Kabelsalat zu vermeiden, der die Luftzirkulation stören oder unterbrechen könnte.

Tipp 7: keine direkte Sonne = keine PC-Überhitzung

Egal ob Tower-PC, Desktop oder Notebook – die meisten Geräte sind schwarz. Stehen Sie längere Zeit unter direkter Sonneneinstrahlung, dann kommt auch der beste Lüfter schnell an seine Grenzen und schafft es nicht mehr, die entstehende Hitze effektiv abzuführen. Die Folgen sind immer lautere Lüftergeräusche bis hin zur Not-Abschaltung.

Tipp 8: keine Fremdwärme = keine PC-Überhitzung

Wähle den Standort deines Rechners immer so aus, dass keine externen Wärmequellen in direkte Richtung deines Rechners abstrahlen. Halte genügend Abstand zu Heizkörpern und heißen Lampen.

Tipp 9: Lüfter regelmäßig pflegen

Überprüfe in regelmäßigen Abständen, ob alle Lüfter noch einwandfrei laufen und sich frei und widerstandslos drehen lassen. Reinige die Lüfterflügel mit einem Wattestäbchen von anhaftendem Staub und anderen Verschmutzungen. Dies ist vor allem beim Prozessorlüfter besonders wichtig, aber auch die Gehäuselüfter solltest du nicht vernachlässigen, um ungewollten Hitzestau zu vermeiden.

Tipp 10: Staub beseitigen

Blase deinen Rechner regelmäßig mit Hilfe von Druckluft aus und befreie ihn so von Staub und Schmutz. Dieser lagert sich sonst durch den angesprochenen Luftstrom vor allem zwischen den Kühlrippen des CPU-Kühlers oder deiner Grafikkarte ab und verhindert dadurch die effektive Kühlung. Spezielle Druckluftdosen gibt es schon für wenig Geld im PC-Fachhandel.

Tipp 11: Bei Pausen herunterfahren

Lasse deinen Rechner nicht im Dauerbetrieb laufen. Auch im sogenannten idle-Modus produziert dein Rechner Wärme. Auch bei kleineren Pausen lohnt sich daher ein konsequentes Herunterfahren des Rechners. Die Wartezeit beim erneuten Hochfahren ist heutzutage (vor allem dank schneller SSDs und Windows 10) zu vernachlässigen.

Tipp 12: Energiespareinstellungen optimieren

Grundsätzlich gilt die Faustregel: Je mehr Energie verbraucht wird, desto mehr Abwärme entsteht im System. Vor allem an sehr heißen Tagen lohnt sich hier der Verzicht auf etwas Leistung zu Gunsten einer geringeren Wärmeproduktion. Bei Chip.de findest du eine gute Zusammenfassung der optimalen Energie-Einstellungen.

 

Titelbild © mg1708 - Fotolia.com

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